14 Mär 2011

250 Millionen Euro von der EIB an Fiat S.p.A. für die Forschung in Italien

Die Europäische Investitionsbank (EIB) und Fiat S.p.A. unterzeichneten heute in Turin einen Finanzierungsvertrag über 250 Millionen Euro zur Unterstützung der Forschungs- und Entwicklungsprogramme des Autoherstellers.

Die Europäische Investitionsbank (EIB) und Fiat S.p.A. unterzeichneten heute in Turin einen Finanzierungsvertrag über 250 Millionen Euro zur Unterstützung der Forschungs- und Entwicklungsprogramme des Autoherstellers. Die EIB war vertreten durch Dario Scannapieco, dem für Italien, Malta und den Westlichen Balkan zuständigen Vize-Präsidenten der EIB, und Fiat durch den Vorstandsvorsitzenden Sergio Marchionne.

Das Projekt betrifft die Forschungs- und Entwicklungszentren von Fiat S.p.A. in Italien, deren Aktivitäten sich auf die Erhöhung der Energieeffizienz bei Kraftfahrzeugen, sowohl durch die Reduzierung der CO2-Emissionen als auch durch das Erforschen neuer Fahrzeugstrukturen, konzentrieren.

Für die EIB erfüllt die Transaktion zwei der traditionellen Investitionsziele zur Unterstützung der europäischen Wirtschaft: Forschungs- und Entwicklungsprojekte und Projekte zum Schutz der Umwelt durch Emissionsminderung und Verbesserung der Energieeffizienz.

Die Aktivitäten der Fiat S.p.A.  werden gemäß den Vorschriften der Europäischen Einrichtung für umweltfreundlichen Verkehr (ECTF) durchgeführt, dem vor zwei Jahren installierten Investitions- und Finanzierungsprogramm der EIB für europäische Fahrzeughersteller zur Minderung der CO2-Emissionen und Erhöhung der Energieeffizienz, mit dem den Auswirkungen der Wirtschaftskrise entgegen gewirkt werden soll.

Für die EIB erfüllt das Projekt von Fiat SpA die folgenden Anforderungen:

- es wird dazu beitragen, das Know-how des Unternehmens in Bezug auf Produktinnovation zu verbessern (einschließlich LPG-, Hybrid- und energiesparende Motoren, sowie Motoren, die auf neuen Materialien beruhen);
-  es wird dazu beitragen, das gesamte technologische Niveau der europäischen Automobilindustrie durch die Zusammenarbeit von Fiat S.p.A. im Bereich Forschung und Entwicklung mit ähnlichen Einrichtungen bei anderen Fahrzeugherstellern, externen Forschungszentren und mit Universitäten zu steigern;
- es wird letztendlich zur Verringerung der Emission von CO2 und anderen schädlichen Substanzen beitragen, wodurch Fiat S.p.A. in der Lage sein wird, die von der europäischen Union festgelegten CO2-Emissionsziele für 2015 (122/123 g/km) und 2020 (95 g/km) zu erfüllen.

Der heute unterzeichnete Finanzierungsvertrag festigt die bestehende Zusammenarbeit zwischen der EIB und dem italienischen Autohersteller, die sich im Lauf der letzten Jahre in einer Reihe von Finanzierungsaktivitäten niederschlug. Zuletzt wurde im Jahr 2009 ebenfalls im Rahmen des ECTF ein Darlehensvertrag über 400 Millionen Dollar für Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit dem Fiat-Konzern unterzeichnet.

"Unsere langjährige Arbeitsbeziehung mit der Fiat S.p.A., dem führenden Industriekonzern in Italien und einem der größten Fahrzeughersteller weltweit, wird fortgesetzt und gestärkt. Wir freuen uns besonders, dass wir zu den Maßnahmen des Konzerns bei der Forschung und Entwicklung neuer, umweltfreundlicher Technologien für den Transportsektor beitragen. In diesem Bereich liegt die Herausforderung, der sich die Autohersteller weltweit in den nächsten Jahren stellen müssen, da nachhaltige Entwicklung auf einem kontinuierlichen und effektiven Engagement für Forschung und Innovation beruht. Heutzutage ist dieses Engagement für die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit unabdingbar. Die Fiat S.p.A.  hat sich dieser Herausforderung gestellt", erklärte Dario Scannapieco.
Fiat-CEO Sergio Marchionne sagte: "Fiat ist der EIB für die Unterzeichnung des Finanzierungsvertrags sehr dankbar. Diese Transaktion ermöglicht es uns, unser Engagement für nachhaltige Mobilität durch die Verbesserung unserer Fachkenntnisse im Bereich alternative Antriebsarten zu stärken. Wir sind eines der wenigen Unternehmen der Automobilbranche, die letztes Jahr in die Dow Jones-Nachhaltigkeitsindizes (DJSI - Dow Jones Sustainability Indices) aufgenommen wurden, den renommiertesten Aktienmarktindizes, in die ausschließlich Gesellschaften aufgenommen werden, deren Unternehmensführung nach den Kriterien der Nachhaltigkeit zu den Besten gehört. Im Jahr 2010 war die Fiat Group Automobiles im vierten Jahr in Folge der Hersteller mit den niedrigsten durchschnittlichen CO2-Emissionen bei den in Europa verkauften Fahrzeugen".



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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Turin, im März 2011