14 Nov 2003

Fiat Gruppe – konsolidierte Ergebnisse für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2003

Die Ergebnisse im Überblick

Der Vorstand der Fiat S.p.A. hat heute in Turin unter dem Vorsitz von Umberto Agnelli die konsolidierten Ergebnisse des Konzerns für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2003 festgestellt.

 

Die Ergebnisse im Überblick

Für den Fiat-Konzern war das dritte Quartal dieses Jahres, das nach wie vor durch eine starke saisonbedingte Schwäche gekennzeichnet war, noch immer, wie vorherzusehen war, eine schwierige Übergangszeit. Das Unternehmen konnte dennoch den Sanierungs- und Entwicklungsplan weiter umsetzen und weiterhin die ersten positiven Ergebnisse der Maßnahmen zur Kostensenkung und zur Rationalisierung der Aktivitäten, wie von dem in Juni eingeleitetem Sanierungsplan vorgesehen, verzeichnen. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum haben sich das Betriebsergebnis, das konsolidierte Nettoergebnis und die Finanzposition verbessert. Beim Vergleich der Daten des Quartals mit den Zahlen des entsprechenden Zeitraums im Jahr 2002 müssen die auf die Veräußerungen zurückzuführenden Veränderungen der Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. Auf den Umsatz haben sich neben der Veränderung der Rahmenbedingungen unausgewogene Marktbedingungen ausgewirkt, die sich in den Verkaufszahlen einiger der wichtigsten Geschäftsbereiche niederschlugen. Insbesondere bei Fiat Auto gab es in zwei Schlüsselsegmenten Einschnitte, weil die Öffentlichkeit die Einführung der neuen Modelle wartete. Somit werden sich positive Ergebnisse aus den Verkaufszahlen des Panda und Ypsilon, die im September eingeführt wurden, erst ab dem letzten Quartal des Jahres bemerkbar machen.

 

Ergebnisse des dritten Quartals

Im dritten Quartal 2003 betrug der Konzernumsatz 9,8 Milliarden Euro im Vergleich zu 12 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang von 2,2 Milliarden Euro erklärt sich wie folgt: 1,8 Milliarden Euro sind aufgrund der Veräußerungen von Unternehmensbereichen, der Abwertung des Dollars gegenüber dem Euro und teilweise auch die negative Entwicklung einiger Märkte, in denen die wichtigsten Geschäftsbereiche tätig sind. Im dritten Quartal stieg die Nachfrage nach Land- und Baumaschinen in Nordamerika, während sie in Europa und in Lateinamerika gesunken ist. Die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen blieb in Europa stabil, wobei sie in Italien jedoch leicht zurückging. Der italienische Automobilmarkt zeigte geringes Wachstum, während der gesamteuropäische Markt grundsätzlich stabil blieb. Dabei wirkte sich bei Fiat Auto die starke Konkurrenz ungünstig auf die Preise und die Erwartung der neuen Modelle durch die Öffentlichkeit aus.

Das Betriebsergebnis wies einen Verlust von 285 Millionen Euro gegenüber -339 Millionen Euro im dritten Quartal 2002 auf. Die Verbesserung (+54 Millionen Euro) macht sich noch deutlicher bemerkbar (+ rund 110 Millionen Euro), wenn man Bereiche mit homogenen Rahmenbedingungen vergleicht und aus dem Vergleich die inzwischen veräußerten Geschäftsbereiche ausschließt. Das Ergebnis ist auf die gute Performance mehrerer Geschäftsbereiche zurückzuführen, insbesondere CNH (mit einer Verbesserung von 84 Millionen Euro) und Fiat Auto (mit einer Verbesserung von 46 Millionen Euro bei gleichen Rahmenbedingungen). Und dies unter Marktbedingungen, die teilweise stabil, teilweise rückläufig sind, aber auf generell ungünstiger waren als im Jahr 2002.

Das konsolidierte Nettoergebnis des dritten Quartals lag mit -145 Millionen Euro (davon sind -84 dem Konzern zuzuordnen) im negativen Bereich, was einer Verbesserung gegenüber dem Verlust von 479 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum entspricht. Auf das Ergebnis haben sich die Sonderzuflüsse in Höhe von 781 Millionen Euro aus dem Verkauf von FiatAvio positiv ausgewirkt, die jedoch vom negativen Betriebsergebnis, von finanziellen Belastungen in Höhe von 245 Millionen Euro und von den Kosten der Umstrukturierungen und anderen außerordentlichen Belastungen in Höhe von rund 360 Millionen Euro aufgewogen wurden.

Die Nettofinanzposition zum 30. September 2003 ergibt eine Verschuldung von -2.952 Millionen gegenüber -4.812 Millionen Euro, dem Stand von Ende Juni. Die Verbesserung ist auf die Kapitalerhöhung und die Erträge aus der Veräußerung von FiatAvio zurückzuführen, die teilweise negativ ausgeglichen wurde durch das Betriebsergebnis des Quartals, durch die Erhöhung des Betriebskapitals, hauptsächlich im Zusammenhang mit der saisonbedingten Schwäche der Märkte, und durch die geringere Kapitalfreisetzung.

 

Die Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche

Fiat Auto

Im dritten Quartal 2003 blieb der Automobilmarkt in Westeuropa (rund 3.400.000 verkaufte Fahrzeuge) im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum weitgehend stabil. Die Nachfrage blieb in Deutschland unverändert, während das Wachstum in Spanien (rund 8%) und in Großbritannien (+1,2%) durch den Rückgang in Frankreich (-6%) kompensiert wurde. In Italien stiegen die Zulassungen gegenüber dem dritten Quartal 2002 um 4,6%. Unterschiedliche Entwicklungen zeigte auch der Rest der Welt, mit Märkten auf Wachstumskurs wie Polen (+9%) und anderen mit rückläufigen Verkaufszahlen wie in Brasilien, wo die Nachfrage durch die hohen Kapitalkosten um -13,8% zurückgegangen ist.

In diesem Rahmen hat Fiat Auto im dritten Quartal einen Umsatz von 4,155 Milliarden Euro gegenüber 4,664 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum erzielt. Die Verkaufszahlen von Pkws und Transportern lagen zusammen bei 362.000 Einheiten, mit einem Rückgang von 6,8% im Vergleich zum dritten Quartal 2002, bedingt durch die Übergangsphase von den alten auf die neuen Modelle. Die Markteinführung der neuen Modelle Ypsilon und Panda hat für vollere Auftragsbücher als erwartet gesorgt, was sich jedoch noch nicht in den Zulassungszahlen niederschlägt. Beide Modelle wurden in der ersten Septemberhälfte eingeführt und konnten nur einen marginalen Einfluss auf die Zulassungszahlen des Quartals ausüben. Die Verkaufszahlen des Quartals litten außerdem unter der üblichen saisonbedingten schwachen Marktlage im Ferienmonat August.

Auf dem Automobilmarkt in Italien hat Fiat Auto im dritten Quartal einen Marktanteil von 28,3% erzielt (0,7 Prozentpunkte weniger als im Vorjahreszeitraum), während in Westeuropa der Marktanteil bei 7,1% lag (0,5 Prozentpunkte niedriger). Bei Transportern war in Italien die Nachfrage rückläufig (-17,6%), während Fiat Auto dort einen Marktanteil von 42,4% hält. Der Rückgang um 6,4 Prozentpunkte begründet sich in dem Wegfall der Steuererleichterungen durch das Gesetz "Tremonti" und eine außergewöhnliche Auftragslage im Jahr 2002. In Westeuropa liegt der mit Transportern erzielte Marktanteil bei 10,4%, was einem Rückgang von 2,1 Prozentpunkten gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum entspricht.

Im dritten Quartal 2003 wies das Betriebsergebnis von Fiat Auto einen Verlust von -314 Millionen Euro auf, eine Verbesserung im Vergleich zu den -340 Millionen Euro des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Die Verringerung der Verluste ist auf die Maßnahmen zur Kosteneindämmung und die Synergien aus den Joint Ventures mit GM zurückzuführen, die den Rückgang der Verkaufszahlen mehr als kompensiert haben.

Leicht gestiegen sind im dritten Quartal trotz des Umsatzrückgangs die Investitionen von Fiat Auto in Forschung und Entwicklung.

 

CNH

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist der Markt für Landmaschinen weltweit im dritten Quartal 2003 um 2,3%, der Markt für Baumaschinen um +2,8% gestiegen. In beiden Bereichen wurde der starke Nachfrageanstieg in Nordamerika (+19,4%) ausgeglichen durch den Rückgang auf dem europäischen Markt (-4,3%) und dem lateinamerikanischen Markt (-2,2%), wobei im Bereich Landmaschinen eine höhere Dynamik festzustellen war.

In diesem Rahmen erzielte CNH im dritten Quartal einen Umsatz von 2,494 Milliarden Dollar (Rechnungswährung des Geschäftsbereichs), gegenüber 2,240 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum; bei gleichbleibenden Wechselkursen läge der Anstieg bei rund 5%.

Umgerechnet in Euro lagen die Umsatzerlöse bei 2,214 Milliarden im Vergleich zu 2,244 Milliarden im dritten Quartal 2002 (-1,3%), wobei sich hier der Wechselkurs des Dollars zum Euro negativ auswirkte.

Das Betriebsergebnis von CNH belief sich auf 28 Millionen Dollar gegenüber einem Verlust von 50 Millionen Dollar im dritten Quartal 2002. Umgerechnet in Euro stieg das Betriebsergebnis von -59 Millionen im letzten Jahr auf +25 Millionen im Jahr 2003, dies entspricht einer Verbesserung von 84 Millionen Euro. Hervorzuheben ist weiterhin, dass das Unternehmen die Nettoverluste erheblich senken konnte, und diese von -95 Millionen Dollar des dritten Quartals 2002 (-100 Millionen Euro) auf -74 Millionen Dollar in diesem Jahr (-66 Millionen Euro) reduzierte. Das Ergebnis wäre noch besser, wenn man die außerordentlichen Kosten für die Umstrukturierung herausnimmt, die im Jahr 2003 mit rund 20 Millionen Dollar in erheblich größerem Maße als 2002 (3,5 Millionen Dollar) zu Buche schlagen.

Die Verbesserung ist auf die Erfolge der Landmaschinen in Nordamerika und in Westeuropa zurückzuführen.

CNH, die in den ersten neun Monaten einen Nettoverlust von -112 Millionen Dollar verzeichnete (ohne Umstrukturierungskosten), erwartet 2003 mit einer Verbesserung von mehr als 100 Millionen Dollar im Vergleich zum Geschäftsjahr 2002 abzuschließen.

 

Iveco

Der Nutzfahrzeugmarkt in Westeuropa verzeichnete im dritten Quartal 2003 einen leichten Nachfragerückgang (-0,4%), mit besonders starkem Rückgang in Frankreich (-4,8%) und in Italien (-5,1%). In Italien, wo sich dies erheblich auf die Aktivitäten von Iveco niederschlägt, lag der Rückgang bei -2,7% im Segment der schweren Nutzfahrzeuge, sowie bei -4,6% bei den leichten und bei -15,9% bei den mittelschweren Nutzfahrzeugen.

Im dritten Quartal betrug der Umsatz von Iveco 1,810 Milliarden Euro gegenüber 2,190 Milliarden Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Rückgang um 17,4% ist vor allem auf die Veräußerung von Fraikin und auf das abweichende Konsolidierungskriterium bei Naveco, dem Joint Venture mit dem chinesischen Konzern Yueijin zurückzuführen. Bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen läge der Umsatzrückgang bei -11%.

Das Betriebsergebnis von Iveco lag im dritten Quartal bei -2 Millionen Euro im Vergleich zu 27 Millionen Euro im dritten Quartal 2002. Der Rückgang ist auf die erheblichen Einbußen bei den Verkaufszahlen zurückzuführen, die teilweise durch Kostensenkungen ausgeglichen werden konnten.

 


Ferrari

Die Umsatzerlöse von Ferrari sind im dritten Quartal um 5,7% gestiegen und erreichten somit 297 Millionen Euro, trotz einer Verlangsamung der Verkaufszahlen von Maserati auf dem nordamerikanischen Markt, wo die Marke durch den Nachfragerückgang in den Segmenten der Luxus-Coupés und Luxus-Spider besonders stark betroffen war.

Rückläufig im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum ist das Betriebsergebnis, das von 22 Millionen Euro im dritten Quartal 2002 auf 9 Millionen Euro im dritten Quartal 2003 gesunken ist. Das Ergebnis wurde durch die negativen Auswirkungen des Wechselkurses zwischen Dollar und Euro beeinflusst sowie durch die höheren Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Zusammenhang mit den zukünftigen Modellen von Ferrari und Maserati.

 


Andere Geschäftsbereiche

 Im dritten Quartal 2003 bekam der Bereich Zulieferteile weiterhin die schlechte konjunkturelle Lage der Autohersteller und die negativen Auswirkungen der Wechselkurse zu spüren. Trotz dieses schwierigen Szenarios konnte Magneti Marelli die Umsatzerlöse aufgrund des Wachstums der Verkaufszahlen um 16,8% steigern und bestätigte damit auch mit einem Gewinn von +19 Millionen Euro den Aufwärtstrend des Betriebsergebnisses, der sich schon im ersten Halbjahr des laufenden Jahres zeigte.

Eine leichte Verbesserung zeigen die Umsatzerlöse (+1,3%) von Comau, die im dritten Quartal trotz ungünstiger Wechselkurse bei 537 Millionen Euro lagen. Das Betriebsergebnis erreichte den Breakeven-Punkt dank der Erholung der Rentabilität der Produktionssysteme in Europa und der Wartungsaktivitäten, wodurch die auf dem nordamerikanischen Markt verzeichneten Schwierigkeiten ausgeglichen werden konnten.

Teksid erzielte im dritten Quartal Umsatzerlöse in Höhe von 191 Millionen Euro gegenüber 385 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum, worin allerdings die Aluminiumsparte enthalten war, die im Jahr 2002 veräußert wurde. Bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen läge der Rückgang bei -4%, hauptsächlich bedingt durch die ungünstigen Wechselkurse. Das Betriebsergebnis sank von 14 Millionen Euro im dritten Quartal 2002 (auf das sich die veräußerte Aktivität mit rund 3 Millionen niederschlägt) auf 4 Millionen Euro im dritten Quartal des laufenden Jahres.

Weitgehend auf dem gleichen Niveau wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum liegen die im dritten Quartal von Business Solutions erzielten Umsatzerlöse (436 Millionen Euro). Bei homogenen Rahmenbedingungen würde der Umsatz des Quartals eine Steigerung von +5% aufweisen, bedingt durch die gute Performance der drei Gesellschaften Fiat Engineering, Ingest Facility und Gesco. Das Betriebsergebnis stieg von 7 Millionen Euro im letzten Jahr auf 9 Millionen Euro im dritten Quartal 2003.

Im dritten Quartal konnte Itedi den Umsatz um 4,1% steigern, während sich das Betriebsergebnis mit -2 Millionen Euro in der Verlustzone bewegte, eine Verbesserung gegenüber dem Verlust von 5 Millionen im Jahr 2002, aufgrund höherer Erlöse und erzielter Einsparungen.


Die Ergebnisse der ersten neun Monate

Der Konzernumsatz in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres beläuft sich auf 34,6 Milliarden Euro und ist damit 6,1 Milliarden niedriger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (40,7 Milliarden Euro). Der Rückgang hängt zu mehr als 50 Prozent von der Veräußerung von Aktivitäten ab. Bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen läge der Rückgang bei -2,5 Milliarden Euro und ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, wie z.B. der Einbruch vieler Märkte und der damit verbundene Rückgang der Verkaufszahlen (Fiat Auto und Iveco), die Schwäche des Produktangebots in der ersten Jahreshälfte und dann der Wechsel der bisherigen Volumenmodelle Fiat Punto, Alfa 156 und Lancia Ypsilon in den letzten Monaten (Fiat Auto), sowie nicht zuletzt an den ungünstigen Wechselkursverhältnisse zwischen Euro und Dollar.

Das Betriebsergebnis zum 30. September verzeichnet einen Verlust von -652 Millionen Euro gegenüber -765 Millionen Euro in den ersten neun Monaten des Vorjahres, was einer Verbesserung von 113 Millionen Euro entspricht. Bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen läge die Verbesserung bei rund 220 Millionen Euro, was vollständig auf die geringeren Verluste bei Fiat Auto (330 Millionen Euro) zurückzuführen ist.

Das konsolidierte Nettoergebnis lag mit -882 Millionen Euro im negativen Bereich (davon sind 792 dem Konzern zuzuschreiben) gegenüber einem Verlust von -1,282 Milliarden Euro in den ersten neun Monaten 2002. Die Senkung um rund 400 Millionen Euro ist nicht nur auf die Verbesserung des Betriebsergebnisses, sondern auch auf die Differenz der Sonderzuflüsse zurückzuführen; im Jahr 2003 hauptsächlich durch den Verkauf von Toro und FiatAvio, im Jahr 2002 durch den Verkauf eines Anteils an Ferrari, der teilweise durch höhere Kosten für Umstrukturierungen und andere außergewöhnliche Belastungen, sowie zusätzlich durch höhere Steuern, aufgehoben wurde.

Die Nettofinanzposition zum 30. September ergibt eine Verschuldung von –2,952 Milliarden Euro; dies ist eine Verbesserung von 828 Millionen Euro gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2002. Auf das Ergebnis haben sich die Veräußerung von Toro und FiatAvio sowie die Kapitalerhöhung bei der Fiat S.p.A. positiv ausgewirkt, die teilweise durch den größeren Bedarf an liquiden Mitteln aufgrund der Nettoverluste, durch die Erhöhung des Betriebskapitals und die geringere Kapitalfreisetzung ausgeglichen wurden.

 


Wichtige Ereignisse nach Abschluss des Quartals

Am 26. Oktober haben Fiat und General Motors zwei wichtige Vereinbarungen unterzeichnet, die die Beziehungen zwischen den beiden Konzernen über das kontroverse Thema der Put-Option klären. GM hatte bekanntlich Zweifel an der Ausübbarkeit der Option durch Fiat im Zusammenhang mit dem Verkauf einiger Finanz-Geschäftsbereiche von Fiat Auto und der Kapitalerhöhung bei Fiat Auto Holdings vorgebracht. Fiat hingegen betrachtet die Put-Option als absolut wirksam.

Die Vereinbarungen bestärken den festen Willen der beiden Partner, die Entwicklung der derzeitigen industriellen Zusammenarbeit fortzuführen und neue Kooperationsmöglichkeiten zu suchen. Mit den Vereinbarungen wird der Zeitraum für die Ausübung der Put-Option um ein Jahr verschoben und läuft somit vom 24. Januar 2005 bis 24. Juli 2010, anstatt vom 24. Januar 2004 bis zum 24. Juli 2009. Außerdem verpflichten sich die Parteien bis zum 15. Dezember 2004 keine Gerichtsverfahren in Bezug auf das Master Agreement einzuleiten.

Damit wird ermöglicht, Verhandlungen aufzunehmen, um einen Prozess zur Revision des Master Agreement einzuleiten, ohne die Interessen der Partner und ihrer Aktionäre zu beeinträchtigen, sowie ihre industrielle Zusammenarbeit auf konstruktive Weise fortzusetzen, wobei die Partner ein Jahr Zeit für die Neugestaltung der Verträge haben.

Dadurch kann insbesondere Fiat den Sanierungsplan mit großer Entschlossenheit ohne Unsicherheit im Hinblick auf die Beziehung zu dem Partner voranbringen.

 


Aussichten für das laufende Jahr

Obwohl die Ergebnisse des Konzerns im großen und ganzen vorherzusehen waren und trotz der positiven Veränderungen, die sich bei den wichtigen wirtschaftlichen Kennzahlen abzeichnen, bestätigt sich, wie schon mehrmals erklärt, dass das Jahr 2003 für das Unternehmen ein schwieriges Übergangsjahr bleibt, das viel Engagement verlangt. Zum Ende des Jahres werden sich mehrere Faktoren positiv auswirken. Dazu gehören die vollständige Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen gemäß dem Sanierungsplan, der positive Beitrag der neuen Modelle von Fiat Auto und die gute Entwicklung von Geschäftsbereichen wie CNH, für den zum Jahresende eine maßgebliche Verbesserung abzusehen ist.

Trotz der Veräußerungen und dem damit verbundenen Wegfall von einigen Geschäftsbereichen bestätigt das Unternehmen die im Sanierungsplan festgelegten Ziele, der für das Jahr 2003 eine erhebliche Senkung der operativen Verluste im Vergleich zu 2002 und eine Verbesserung der Nettofinanzposition vorsieht.

 

 

Turin, 31.Oktober 2003

 

WICHTIGE KENNZAHLEN

 

Geschäftsjahr 2002

(in Millionen Euro)

3. Quartal 2003

3. Quartal 2002

1.1. - 30.9.2003

1.1. - 30.9.2002

55.649

Nettoerlöse

9.837

11.987

34.611

40.742

48.619

Umsatzkosten

8.589

10.527

30.173

35.585

7.030

Bruttomarge

1.248

1.460

4.438

5.157

5.782

Allgemeine Kosten

1.085

1.341

3.684

4.461

1.748

Forschung und Entwicklung

386

403

1.302

1.343

(262)

Erträge (Aufwendungen)

(62)

(55)

(104)

(118)

(762)

Betriebsergebnis

(285)

(339)

(652)

(765)

(690)

Ergebnis aus Beteiligungen (Aufwendungen)

-

(177)

(42)

(280)

(2.503)

Außerordentliche Erträge (Aufwendungen)

895

(6)

1.158

511

(3.955)

Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT)

610

(522)

464

(534)

(862)

Finanzerträge (Aufwendungen)

(245)

(93)

(669)

(609)

(4.817)

Ergebnis vor Steuern

365

(615)

(205)

(1.143)

(554)

Steuern

510

(136)

677

139

(4.263)

Nettoergebnis Konzern (Verlust) und Dritte

(145)

(479)

(882)

(1.282)

(3.948)

Nettoergebnis Konzern (Verlust)

(84)

(413)

(792)

(976)

(3.780)

Nettofinanzposition

 

 

(2.952)

(5.844)

(1.343)

Automobile (Fiat Auto Holdings)

(314)

(340)

(882)

(1.163)

163

Land- und Baumaschinen (CNH Global)

25

(59)

130

102

102

Nutzfahrzeuge (Iveco)

(2)

27

20

63

70

Ferrari

9

22

(7)

32

(16)

Zulieferteile (Magneti Marelli)

13

(6)

16

(16)

(101)

Anlagenbau (Comau)

(1)

(21) 

(8)

(26)

27

Metallerzeugnisse (Teksid)

14 

9

26

210

Luftfahrt (FiatAvio) (*)

-

35

53

154

147

Versicherungen (Toro Assicurazioni) (**)

-

2

44

107

67

Dienstleistungen (Business Solutions)

9

7

26

45

3

Verlagswesen und Kommunikation (Itedi)

(2)

(5)

3

(6)

(91)

Verschiedenes und Aufhebungen

(26)

(15)

(56)

(83)

(762)

Gesamt Konzern

(285)

(339)

(652)

(765)

(*) Beim Geschäftsbereich Luftfahrt wurden die Erlöse bis zum Verkauf am 1. Juli 2003 angegeben.

(**) Beim Geschäftsbereich Versicherungen wurden die Erlöse bis zum Verkauf am 02. Mai 2003 angegeben.

 

Umsatzerlöse nach Geschäftsbereich

Betriebsergebnis nach Geschäftsbereich

 

Geschäftsjahr 2002

(in Millionen Euro)

3. Quartal 2003

3. Quartal 2002

1.1. - 30.9.2003

1.1 -30.9.2002

22.147

Automobile
(Fiat Auto Holdings)

4.155

4.664

14.304

16.434

10.513

Land- und Baumaschinen (CNH Global)

2.214

2.244

7.014

7.935

9.136

Nutzfahrzeuge (Iveco)

1.810

2.190

5.985

6.698

1.208

Ferrari

297

281

921

868

3.288

Components (Magneti Marelli)

731

626

2.342

2.410

2.320

Anlagenbau (Comau)

537

530

1.619

1.522

1.539

Metallerzeugnisse (Teksid)

191

385

630

1.335

1.534

Luftfahrt (FiatAvio) (*)

-

316

625

1.103

4.916

Versicherungen (Toro Assicurazioni) (**)

-

921

1.654

3.367

1.965

Dienstleistungen (Business Solutions)

436

435

1.379

1.357

360

Verlagswesen und Kommunikation (Itedi)

77

74

267

255

(3.277)

Verschiedenes und Aufhebungen

(611)

(679)

(2.129)

(2.542)

55.649

Gesamt Konzern

9.837

11.987

34.611

40.742

(*) Beim Geschäftsbereich Luftfahrt wurde das Betriebsergebnis bis zum Verkauf am 1. Juli 2003 angegeben.

(**) Beim Geschäftsbereich Versicherungen wurde das Betriebsergebnis bis zum Verkauf am 02. Mai 2003 angegeben.