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07 Mai 2014
FIAT-KONZERN - ERGEBNISSE DES ERSTEN QUARTALS 2014
Im ersten Quartal 2014 lagen die Umsatzerlöse des FIAT-Konzerns mit 22,1 Milliarden um 12 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum | Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug 0,6 Milliarden Euro und war damit bei gleichbleibenden Wechselkursen um 6 Prozent höher | Die betriebliche Nettoverschuldung belief sich auf 10 Milliarden Euro und spiegelt damit den Kauf der Minderheitsanteile an Chrysler wider. Die Liquidität lag bei rund 21 Milliarden Euro
Im ersten Quartal 2014 lagen die Umsatzerlöse des FIAT-Konzerns mit 22,1 Milliarden um 12 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug 0,6 Milliarden Euro und war damit bei gleichbleibenden Wechselkursen um 6 Prozent höher.
Die betriebliche Nettoverschuldung belief sich auf 10 Milliarden Euro und spiegelt damit den Kauf der Minderheitsanteile an Chrysler wider. Die Liquidität lag bei rund 21 Milliarden Euro.
- Weltweit lag die Zahl der Auslieferungen bei 1,1 Millionen; der Anstieg von 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist den Zuwächsen in den Regionen NAFTA, APAC und EMEA zu verdanken, wodurch der Rückgang von 11 Prozent in der Region LATAM, bedingt durch das Auslaufen der Steuererleichterungen in Brasilien, mehr als ausgeglichen wurde.
- Die Umsatzerlöse in Höhe von 22,1 Milliarden Euro stiegen um 12 Prozent nominal, bei gleichbleibenden Wechselkursen um 17 Prozent, wobei die Zuwächse in den Regionen NAFTA, APAC und bei den Luxus- und Sportmarken durch den Rückgang in der Region LATAM teilweise aufgehoben wurden. Die Region EMEA lag auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Die Luxus- und Sportmarken konnten ihre Umsatzerlöse fast verdoppeln, wobei sich die Umsatzerlöse von Maserati vervierfachten.
- Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag im Berichtsquartal bei 622 Millionen Euro, ein Rückgang um ein Prozent im Vergleich zu 631 Millionen Euro im ersten Quartal 2013, jedoch bei gleichbleibenden Wechselkursen um sechs Prozent höher. Die Luxus- und Sportmarken konnten ihr Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf 139 Millionen Euro nahezu verdoppeln; davon entfielen auf Maserati 59 Millionen Euro im Vergleich zum Gleichstand im ersten Quartal 2013. In der Region EMEA verringerte sich der Verlust um 40 Millionen Euro auf 110 Millionen Euro, hauptsächlich dank der höheren Verkaufszahlen, eines besseren Produktmix und betriebliche Einsparungen. Die Region APAC verzeichnete ein Ergebnis von 146 Millionen Euro, dies ist ein Zuwachs von 39 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Diese Verbesserungen wurden durch eine schlechtere operative Performance in der Region LATAM und in geringerem Umfang in der Region NAFTA aufgehoben. In der Region LATAM lag das Ergebnis bei 44 Millionen Euro (-142 Millionen Euro), bedingt durch den inflationären Kostenanstieg, die niedrigeren Verkaufszahlen, die schwierigen Marktbedingungen in Venezuela und negativen Auswirkungen der Wechselkurse. Das Ergebnis der Region NAFTA sank um vier Prozent auf 380 Millionen Euro und entspricht damit bei gleichbleibenden Wechselkursen dem Ergebnis des ersten Quartals 2013.
- Im Berichtsquartal lag der Nettoverlust bei 319 Millionen Euro gegenüber einem Nettogewinn von 31 Millionen Euro im ersten Quartal 2013. Bei Ausschluss der außergewöhnlichen Posten, die sich hauptsächlich auf die Aufwendungen im Zusammenhang mit der von Chrysler am 21. Januar unterzeichneten Vereinbarung mit der Gewerkschaft UAW beziehen (315 Millionen Euro abzüglich Steuern) und der Auswirkung der Abwertung des venezolanischen Bolívar Fuerte (VEF) (aufgrund der Anwendung des Wechselkurssystems "SICAD I", das auf regelmäßigen Auktionen beruht), lag das Nettoergebnis bei 71 Millionen Euro und damit auf dem Niveau des ersten Quartals 2013 (78 Millionen Euro abzüglich der außergewöhnlichen Posten).
- Die betriebliche Nettoverschuldung zum 31. März 2014 stieg im Vergleich zum 31. Dezember 2013 um 0,3 Milliarden Euro auf 10 Milliarden Euro (wertberichtigt aufgrund der nachträglichen Anwendung von IFRS 11) unter Ausschluss der Auswirkungen aufgrund des Kaufs der restlichen 41,5 Prozent des von VEBA gehaltenen Kapitals an Chrysler (2,7 Milliarden Euro).
- Die insgesamt verfügbare Liquidität lag bei 20,8 Milliarden Euro (22,7 Milliarden Euro zum 31. Dezember 2013) und enthält drei Milliarden Euro noch nicht in Anspruch genommener Kreditlinien. Dies spiegelt die Veränderung der betrieblichen Nettoverschuldung wider, die im Wesentlichen durch den Kauf der restlichen Anteile an Chrysler und die Ausgabe einer Obligationenanleihe in Höhe von einer Milliarde Euro im Berichtsquartal bedingt ist. Die Monetarisierung der VEBA- Schuldverschreibung durch Chrysler im Februar 2014 hatte keine Auswirkungen auf die Liquidität.
- Der Konzern bestätigt die Ziele für das laufende Geschäftsjahr.

Ergebnisse des ersten Quartals 2014
Die Umsatzerlöse des Konzerns lagen im ersten Quartal 2014 bei 22,1 Milliarden Euro, dies ist ein Anstieg um 2,4 Milliarden Euro bzw. um 12 Prozent (+17 % bei gleichen Wechselkursen) im Vergleich zu 19,7 Milliarden Euro im ersten Quartal 2013.
Die Verbesserung ist im Wesentlichen auf den Zuwachs von 1,7 Milliarden Euro in der Region NAFTA (+17 % bzw. +22 % bei gleichen Wechselkursen) und den Anstieg um 0,5 Milliarden Euro in der Region APAC (+52 % bzw. +60 % bei gleichen Wechselkursen) zurückzuführen, beides hauptsächlich wegen der höheren Verkaufszahlen.
Die Luxus- und Sportmarken steigerten ihre Umsätze um 0,5 Milliarden Euro (+76 %), vor allem wegen der Steigerung der Auslieferungen bei Maserati, die sich gegenüber dem ersten Quartal 2013 dank des Erfolgs der im Jahr 2013 eingeführten neuen Modelle versechsfacht haben.
Die Zuwächse wurden teilweise aufgehoben durch den Rückgang in der Region LATAM um 0,5 Milliarden Euro (-20 %), der größtenteils auf die ungünstige Auswirkung der Wechselkurse aufgrund der Schwäche des brasilianischen Real gegenüber dem Euro (der Rückgang liegt bei 5 Prozent bei gleichen Wechselkursen), und auf den Rückgang der Auslieferungen (-11 %) zurückzuführen ist.
Die Umsatzerlöse in der Region EMEA lagen auf Vorjahresniveau. Die Umsätze der Sparte Zulieferteile stiegen dank Magneti Marelli und Comau um 145 Millionen Euro (+7 % bzw. +14 % bei gleichen Wechselkursen).
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag im ersten Quartal 2014 bei 622 Millionen Euro, ein Rückgang um ein Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2013, jedoch ein Anstieg um sechs Prozent bei gleichen Wechselkursen.
Die Region NAFTA verzeichnete ein um vier Prozent gesunkenes Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 380 Millionen Euro (397 Millionen Euro im ersten Quartal 2013). Abzüglich der Wechselkursauswirkungen wurde der Anstieg der Verkaufszahlen durch höhere Abschreibungen, Kosten für Forschung und Entwicklung sowie für Rückrufkampagnen aufgehoben.
Die Region LATAM erzielte ein um 142 Millionen Euro niedrigeres Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 44 Millionen Euro. Der Rückgang ist hauptsächlich auf den inflationären Kostenanstieg, die niedrigeren Verkaufszahlen, die schwierigen Marktbedingungen in Venezuela und die negativen Auswirkungen der Wechselkurse zurückzuführen.
Die Region APAC verzeichnete ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 146 Millionen Euro, ein Zuwachs von 41 Millionen Euro im Vergleich zum ersten Quartal 2013. Grund dafür sind die höheren Verkaufszahlen, die die gestiegenen betrieblichen Kosten zur Unterstützung der Expansion des Konzerns in dieser Region mehr als ausgleichen konnten.
Die Region EMEA schloss das erste Quartal 2014 mit einem Verlust der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 110 Millionen Euro; dies sind 40 Millionen Euro weniger als im ersten Quartal 2013, dank höherer Verkaufszahlen (+6 %), einem günstigeren Produktmix und den Maßnahmen zur Kostendämpfung. Bei den Luxus- und Sportmarken lag das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bei 139 Millionen Euro und verdoppelte sich damit nahezu.
Ferrari lag stabil bei 80 Millionen Euro, während sich das Ergebnis von Maserati aufgrund der erheblich gestiegenen Verkaufszahlen um 59 Millionen Euro verbesserte (im Vergleich zu einem Verlust von 4 Millionen Euro im ersten Quartal 2013).
Die Sparte Zulieferteile erzielte ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 41 Millionen Euro, das sich damit im Vergleich zum ersten Quartal 2013 um acht Millionen Euro verbesserte.
Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag im ersten Quartal 2014 bei 47 Millionen Euro im Vergleich zu 607 Millionen Euro im ersten Quartal 2013. Bei den Massenmarken verzeichnete die Region NAFTA ein negatives EBIT in Höhe von 117 Millionen Euro, gegenüber einem positiven Ergebnis von 400 Millionen Euro im ersten Quartal 2013. Der Rückgang um 517 Millionen Euro spiegelt das niedrigere Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und die Aufwendung von 491 Millionen Euro aufgrund der am 21. Januar unterzeichneten Vereinbarung von Chrysler mit der Gewerkschaft UAW wider.
Die Region LATAM verzeichnete einen Verlust von 49 Millionen Euro (Gewinn von 127 Millionen Euro im ersten Quartal 2013), aufgrund des schlechteren Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und höherer außergewöhnlicher Aufwendungen hauptsächlich bedingt durch die Abwertung des venezolanischen Bolívar Fuerte (VEF) (aufgrund der Anwendung des Wechselkurssystems "SICAD I", das auf regelmäßigen Auktionen beruht). Die Region APAC erzielte einen Gewinn von 135 Millionen Euro. Der Zuwachs von 39 Prozent spiegelt hauptsächlich das bessere Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wider.
Die Region EMEA verringerte ihren Verlust, der sich auf -72 Millionen Euro belief, dank der Verbesserung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 35 Millionen Euro.
Die Luxus- und Sportmarken verzeichneten einen Gewinn vor Zinsen und Steuern in Höhe von 139 Millionen Euro (76 Millionen Euro im ersten Quartal 2013), wobei der Zuwachs vollständig auf die Verbesserung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zurückzuführen ist. In der Sparte Zulieferteile lag der Gewinn vor Zinsen und Steuern bei 42 Millionen Euro im Vergleich zu 35 Millionen Euro im ersten Quartal 2013.
Die finanziellen Nettoaufwendungen lagen bei 493 Millionen Euro, ein Anstieg um 50 Millionen Euro im Vergleich zum ersten Quartal 2013. Abzüglich der Auswirkung von Equity Swaps in Verbindung mit Aktienoptionen von Fiat, die im vierten Quartal 2013 abliefen (Ertrag von 15 Millionen Euro im ersten Quartal 2013), lagen die finanziellen Nettoaufwendungen aufgrund der höheren durchschnittlichen Verschuldung und den Wechselkursauswirkungen um 35 Millionen Euro höher als im ersten Quartal 2013.
Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf -446 Millionen Euro im Vergleich zu 164 Millionen Euro im ersten Quartal 2013. Der Rückgang in Höhe von 610 Millionen Euro spiegelt den niedrigeren Gewinn vor Zinsen und Steuern in Höhe von 560 Millionen Euro und den Anstieg der finanziellen Nettoaufwendungen von 50 Millionen Euro wider.
Die Ertragssteuern lagen bei 127 Millionen Euro im Vergleich zu 133 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum und spiegeln hauptsächlich die Veränderung des Ergebnisses vor Steuern wider.
Der Nettoverlust lag im ersten Quartal 2014 bei 319 Millionen Euro gegenüber einem Gewinn von 31 Millionen Euro im ersten Quartal 2013. Der auf die Aktionäre der Konzernmutter entfallende Anteil des Ergebnisses ergab einen Verlust von 335 Millionen Euro (gegenüber einem Verlust von 83 Millionen Euro im ersten Quartal 2013). Abzüglich der außergewöhnlichen Posten war das Ergebnis des erstens Quartals bei einem Rückgang von sieben Millionen Euro mit 71 Millionen Euro gegenüber dem ersten Quartal 2013 positiv.
Die betriebliche Nettoverschuldung stieg zum 31. März 2014 auf 10 Milliarden Euro gegenüber sieben Milliarden Euro zum Ende des Geschäftsjahres 2013, wertberichtigt aufgrund der nachträglichen Anwendung von IFRS 11 (wodurch sich eine Auswirkung von rund 0,4 Milliarden Euro ergab). Unter Ausschluss der Aufwendungen für den Erwerb der restlichen Anteile an Chrysler stieg die betriebliche Nettoverschuldung um 0,3 Milliarden Euro im Vergleich zum 31. Dezember 2013; im ersten Quartal 2013 war sie um 0,5 Milliarden Euro gestiegen. Der operative Cashflow im ersten Quartal 2014 konnte die Investitionen mehr als ausgleichen.
Die Liquidität, die noch nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von drei Milliarden Euro einschließt, belief sich zum 31. März 2014 auf 20,8 Milliarden Euro (22,7 Milliarden Euro zum 31. Dezember 2013).
VOLUMENMARKEN
NAFTA

Im ersten Quartal 2014 wurden in der Region NAFTA insgesamt 585.000 Fahrzeuge ausgeliefert, ein Zuwachs von 15 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2013. In den Vereinigten Staaten wurden 493.000 Fahrzeuge (+17 %), in Kanada 72.000 (+4 %) und in Mexiko und anderen Ländern 20.000 Einheiten ausgeliefert.
In der Region NAFTA belief sich die Zahl der verkauften Fahrzeuge im ersten Quartal 2014 auf 556.000 Einheiten, ein Zuwachs von neun Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2013. In den Vereinigten Staaten wurden 476.000 Einheiten verkauft, ein Zuwachs von elf Prozent, und in Kanada stiegen die Verkaufszahlen um fünf Prozent auf 61.000 Einheiten. In beiden Ländern liegt der Anstieg über dem Marktdurchschnitt. In den Vereinigten Staaten konnte der Konzern die monatlichen Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr zum 48. Mal in Folge verbessern und in Kanada konnte der Konzern seine führende Position wiedererlangen.
Im ersten Quartal 2014 verzeichnete der Markt in den Vereinigten Staaten ein Wachstum von 1,5 Prozent, dies sind 3,8 Millionen verkaufte Fahrzeuge. Der Marktanteil des Konzerns verbesserte sich im Vergleich zum ersten Quartal 2013 um 1,1 Prozentpunkte auf 12,5 Prozent. Die Marke Jeep verkaufte im Berichtsquartal insgesamt 146.000 Fahrzeuge, ein Zuwachs von 44 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Anstieg ist im Wesentlichen den Verkaufszahlen der neuen Version des Jeep Cherokee (36.000 Fahrzeuge - im ersten Quartal 2013 noch nicht erhältlich) und dem Anstieg der Verkaufszahlen des Grand Cherokee um 23 Prozent zu verdanken. Die Marke Ram Truck verzeichnete einen Anstieg der Verkaufszahlen um 27 Prozent auf 101.000 Fahrzeuge, mit Zuwächsen im Segment der leichten Pick-ups (+24 %) und der schweren Pick-ups (+26 %). Die Verkaufszahlen der Marke Dodge erreichten im ersten Quartal 2014 145.000 Einheiten, ein Rückgang um neun Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2013 aufgrund der gesunkenen Verkaufszahlen des Avenger, dessen Produktion eingestellt wurde. Im ersten Quartal 2014 beliefen sich die Verkaufszahlen der Marke Chrysler auf 73.000 Fahrzeuge, ein Rückgang um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, mit einem Rückgang der Verkaufszahlen des aktuellen 200, dessen Produktion eingestellt wurde, um die Vorbereitung des Werks auf die Produktion des Chrysler 200 Modelljahr 2015 zu ermöglichen, ein vollkommen neues Modell, das ab dem zweiten Quartal 2014 erhältlich sein wird.
Im ersten Quartal 2014 verzeichnete der Markt in Kanada mit 365.000 verkauften Fahrzeugen einen Zuwachs von einem Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Marktanteil des Konzerns stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,7 Prozentpunkte auf 16,7 Prozent, vor allem dank der Erfolge des Jeep Cherokee, Dodge Durango (+103 %), Dodge Charger (+49 %) und Minivan (+9 %). Der Konzern verzeichnete in Bezug auf die Verkaufszahlen das beste erste Quartal seit dem Jahr 2000.
In den Vereinigten Staaten und in Kanada beliefen sich die Verkaufszahlen der Marke Fiat, vertreten durch die Modelle Fiat 500, Fiat 500 Cabrio und Fiat 500L, auf 13.000 Einheiten, dies ist im Vergleich zum ersten Quartal 2013 ein Anstieg von 19 Prozent.
In der Region NAFTA wurden Umsatzerlöse in Höhe von 11,7 Milliarden Euro erzielt, ein Zuwachs von 17 Prozent (+22 % bei gleichen Wechselkursen) im Vergleich zum Vorjahresquartal, hauptsächlich wegen der gestiegenen Zahl der Auslieferungen.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im ersten Quartal 2014 sank um vier Prozent auf 380 Millionen Euro. Abzüglich der Auswirkungen der Wechselkurse liegt das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf Vorjahresniveau: die positive Auswirkung aufgrund der höheren Verkaufszahlen wurde durch höhere Abschreibungen und Kosten für Forschung und Entwicklung sowie Kosten im Zusammenhang mit den jüngsten Rückrufkampagnen aufgehoben.
Der Gewinn/Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei -117 Millionen Euro im Vergleich zu einem Gewinn von 400 Millionen Euro im ersten Quartal 2013. Der Rückgang um 517 Millionen Euro spiegelt das niedrigere Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und die Aufwendung von 491 Millionen Euro wider, die im Berichtsquartal im Zusammenhang mit der von Chrysler am 21. Januar unterzeichneten Vereinbarung mit der Gewerkschaft UAW angefallen ist.
Im Berichtsquartal erhielt der Konzern zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Der Ram 1500 und 2500 Modelljahr 2014 wurde von Edmunds.com zum "Top Rated Vehicles for 2014" gewählt, der Dodge Grand Caravan in der Kategorie Minivan, der Dodge Durango (Kategorie traditionelle große SUV) und der Jeep Grand Cherokee (Kategorie traditionelle mittelgroße SUV) wurden in die Liste "2014 Most Popular on Edmunds.com" aufgenommen; der Jeep Grand Cherokee wurde von Autobytel.com zum "SUV of the Year", der Ram 1500 zum "Pickup Truck of the Year" gewählt; IHS Automotive stellte die folgenden Fahrzeuge vor: Chrysler Town & Country, Jeep Grand Cherokee, Jeep Wrangler, Dodge Challenger und Fiat 500 für den "Polk Automotive Loyalty Awards"; und WardsAuto nahm den Chrysler 200 Modelljahr 2015 und den Jeep Cherokee Modelljahr 2014 in die Liste "10 Best List Interiors" für das Jahr 2014 auf.
EMEA

Im Berichtsquartal wurden in der Region EMEA insgesamt 259.000 Einheiten (Pkw und Transporter) ausgeliefert, ein Zuwachs von rund 14.000 Einheiten (+6 %) im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum.
In der Pkw-Sparte wurden insgesamt 203.000 Fahrzeuge ausgeliefert, was einem Anstieg von vier Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2013 entspricht, während im Berichtsquartal 55.000 Transporter ausgeliefert wurden, ein Zuwachs von neun Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum.
In Europa (EU 28 und EFTA-Staaten) verzeichnete der Automobilmarkt im dritten Quartal in Folge Zuwächse mit einem Anstieg um acht Prozent auf 3,4 Millionen verkaufte Fahrzeuge.
Unter den wichtigsten Märkten verzeichneten Großbritannien (+14 %) und Spanien (+12 %) zweistellige Zuwächse, während der Anstieg in Deutschland (+6 %) und Frankreich (+3 %) etwas niedriger ausfiel. Auch der italienische Markt zeigte positive Signale (+6 %), lag jedoch wegen des weiterhin schwachen Marktumfelds unter dem europäischen Durchschnitt. Insgesamt stieg in den übrigen Ländern Europas die Nachfrage um neun Prozent entsprechend den Gesamtzahlen.
Im ersten Quartal 2014 lag der Marktanteil der Marken von Fiat und Chrysler in Europa bei 6,0 Prozent, ein Rückgang um 0,4 Prozentpunkte im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum, jedoch um 0,4 Prozentpunkte höher als im vierten Quartal 2013. Im Vergleich zum ersten Quartal 2013 stieg der Marktanteil in Spanien (+0,5 Prozentpunkte auf 4,3 %) und in Großbritannien (+0,2 Prozentpunkte auf 3,2 %), während er in Frankreich mit 3,6 Prozent im Wesentlichen stabil blieb. In Deutschland ist der Rückgang um 0,3 Prozentpunkte auf 2,6 Prozent vor allem auf die Umstrukturierung des Händlernetzes zurückzuführen.
In Italien lag der Marktanteil des Konzerns bei 28,1 Prozent und verschlechterte sich damit um 0,9 Prozentpunkte im Vergleich zum ersten Quartal 2013, was die Entscheidung des Konzerns widerspiegelt, sich aus den wenig rentablen Verkaufskanälen des Mietwagensegments etwas zurückzuziehen.
Der Fiat Panda und der Fiat 500 sind mit Marktanteilen von 14,9 Prozent bzw. 13,2 Prozent weiterhin die meistverkauften Fahrzeuge im A-Segment. Eine positive Performance erzielte auch die Familie des Fiat 500L, der in seinem Segment mit rund 27.000 verkauften Fahrzeugen und einem Marktanteil von 22,1 Prozent an der Spitze steht.
Der Markt für Transporter in Europa (EU 28 und EFTA-Staaten) erzielte im ersten Quartal 2014 bei 412.000 verkauften Einheiten einen Zuwachs von neun Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zweistellige Zuwächse verzeichneten Italien (+17%), Spanien (+39 %) und Großbritannien (+15 %). Mäßigen Zuwachs gab es in Deutschland (+6 %), während in Frankreich die Nachfrage im Wesentlichen stabil blieb.
Der Marktanteil2 von Fiat Professional in Europa sank im Vergleich zum ersten Quartal 2013 um 0,3 Prozentpunkte auf 11,4 Prozent. In den wichtigsten europäischen Märkten gab es unterschiedliche Entwicklungen. Ohne Berücksichtigung von Italien lag der Marktanteil in den übrigen Ländern Europas bei 9,0 Prozent, ein Rückgang um 0,5 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auch aufgrund eine ungünstigen Marktmixes wegen der stärkeren Gewichtung von Spanien und Großbritannien. In Großbritannien stieg der Marktanteil des Konzerns von 4,5 auf 5,2 Prozent.
In Italien lag der Marktanteil des Konzerns bei 44,3 Prozent, ein Zuwachs von 0,8 Prozentpunkten im Vergleich zum ersten Quartal 2013.
Der Fiat Ducato war mit mehr als 25.000 verkauften Einheiten und einem Marktanteil von 20,0 Prozent (+3,0 Prozentpunkte im Vergleich zum direkten Konkurrenten) im Berichtsquartal das meistverkaufte Fahrzeugen in seinem Segment.
Die Region EMEA schloss das erste Quartal 2014 mit Umsatzerlösen in Höhe von rund 4,3 Milliarden Euro, dies entspricht im Wesentlichen dem Vorjahreszeitraum.
Im ersten Quartal 2014 belief sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf -110 Millionen Euro, eine Verbesserung von 40 Millionen Euro, entsprechend rund 27 Prozent, gegenüber einem Verlust von 150 Millionen Euro im ersten Quartal 2013. Diese Verbesserung ist vor allem den gestiegenen Verkaufszahlen, dem günstigeren Produktmix und den Maßnahmen zur Kostendämpfung zu verdanken.
Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei -72 Millionen Euro gegenüber -107 Millionen Euro im ersten Quartal 2013, hauptsächlich wegen der Verbesserung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Im Berichtsquartal stellte Jeep auf dem Genfer Automobilsalon dem Publikum den allerersten kleinen SUV dieser Marke, den neuen Jeep Renegade, vor. Das Fahrzeug wurde in den Vereinigten Staaten entwickelt, in Italien im Werk Melfi gebaut und soll in mehr als 100 Ländern verkauft werden. Die Markteinführung in Europa ist für Anfang September 2014 vorgesehen.
Ebenfalls in Genf wurden der neue Fiat 500 Modelljahr 2014 und als Weltpremiere der Cross und der Freemont Cross vorgestellt.
Fiat stellte der internationalen Presse die neue Sonderserie 500L Beats EditionTM und die neue Palette 2014 des Fiat 500L vor. Auch in den ersten Monaten des Jahres 2014 bewährten sich die Versionen mit den neuen Motoren 1.6 Multijet II mit 120 PS und 1.4 T-Jet mit 120 PS für den Fiat 500L (dieser ist auch in der Hybridversion LPG/Benzin erhältlich).
Fiat wurde für sein "Erdgasprogramm" mit dem Preis "Ecobest 2013" ausgezeichnet, während der Alfa Romeo 4C anläßlich des 29. Internationalen Autofestivals in Paris den renommierten Titel als schönstes Auto des Jahres 2013 gewann.
1 Der Begriff „Verkaufszahlen" bezeichnet die Verkäufe an Endkunden, die Chrysler vom Händlernetz in den Vereinigten Staaten und Kanada mitgeteilt wurden.
2 Da in Bezug auf den Markt Italien ab Januar 2012 keine Daten vorliegen, wurden die aufgeführten Daten für Italien abgeleitet. Es besteht die Möglichkeit einer Fehlerspanne für die Kennzahlen.
Aussichten für das laufende Jahr (2014)
Der Konzern bestätigt seine Ziele für das Geschäftsjahr 2014 wie folgt:
- Umsatzerlöse in Höhe von rund 93 Milliarden Euro;
- Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zwischen 3,6 und 4,0 Milliarden Euro;
- Nettogewinn zwischen 1,2 und 1,5 Milliarden Euro; mit einem Gewinn pro Aktie (EPS), eine Verbesserung von rund 0,10 Euro (ohne außergewöhnliche Posten) bis etwa 0,44 und 0,60 Euro. Enthalten ist eine Erhöhung um rund 0,5 Milliarden Euro für den latenten Steueraufwand aufgrund der aktiven latenten Steuern in Bezug auf Chrysler zum Jahresende 2013; nicht enthalten ist die Auswirkung der außergewöhnlichen Posten.
- Betriebliche Nettoverschuldung zwischen 9,8 und 10,3 Milliarden Euro. Enthalten ist die Zahlung (2,7 Milliarden Euro) für den am 21. Januar 2014 erfolgten Erwerb des vom VEBA Trust gehaltenen restlichen Anteils von 41,5 % an Chrysler und die Auswirkung aufgrund der nachträglichen Anwendung von IFRS 11 (Joint Arrangements) ab dem 1. Januar 2014 (in Höhe von rund 0,4 Milliarden Euro).
| John Elkann | Sergio Marchionne |
| Präsident | Vorstandsvorsitzender |
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Der für die Erstellung der Buchhaltungsunterlagen der Gesellschaft verantwortliche Leiter Richard Palmer erklärt gemäß Absatz 2, Artikel 154bis der Bestimmungen über das Finanzwesen, dass die in dieser Mitteilung enthaltenen Buchhaltungsinformationen den Unterlagen, den Geschäftsbüchern und den Buchungsunterlagen entsprechen.
Diese Pressemitteilung, und insbesondere der Abschnitt „Aussichten für das laufende Jahr (2014)", enthält vorausschauende Erklärungen („forward-looking statements"). Diese Erklärungen beruhen auf aktuellen Erwartungen und Vorhersagen des Konzerns bezüglich zukünftiger Ereignisse, die aufgrund ihrer Natur Risiken und Ungewissheiten unterliegen. Es handelt sich um Erklärungen, die sich auf Ereignisse beziehen und von Umständen abhängen, die in der Zukunft geschehen oder eintreten können oder auch nicht, und daher sollte man sich nicht auf sie verlassen. Die tatsächlichen Ergebnisse können aufgrund einer Vielzahl von Faktoren erheblich von denjenigen in den Erklärungen abweichen, wie unter anderem die Volatilität und Verschlechterung der Kapital- und Finanzmärkte, einschließlich weiterer Verschlechterung der Staatsschuldenkrise in Europa, sowie Veränderungen der Rohstoffpreise, Veränderungen der makroökonomischen Bedingungen und im Wirtschaftswachstum und andere Veränderungen der Bedingungen für die Geschäftstätigkeit, Unwetter, Überschwemmungen, Erdbeben oder andere Naturkatastrophen, Änderungen der Gesetzgebung und der Verwaltung (sowohl in Italien wie im Ausland), und Produktionsschwierigkeiten, einschließlich Kapazitäts- und Beschaffungsproblemen und weiteren Risiken und unvorhersehbaren Faktoren, die größtenteils außerhalb des Einflussbereichs des Konzerns liegen.
Die Begriffe „Fiat", „Fiat-Konzern" oder nur „Konzern" beziehen sich auf den Konzern, der aus Fiat S.p.A. und den direkten und indirekten Tochtergesellschaften, darunter auch seit dem 1. Juni 2011 die Chrysler Group LLC mit ihren jeweiligen Tochtergesellschaften, besteht. Fiat und Chrysler werden ihre finanziellen Angelegenheiten, einschließlich Kapitalbeschaffung auf dem Finanzmarkt und Liquiditätsmanagement, weiterhin eigenständig verwalten. Außerdem hat Fiat keinerlei Garantie, Sicherheiten oder ähnliche Verpflichtung in Bezug auf etwaige finanzielle Verpflichtungen von Chrysler übernommen und hat auch in Zukunft keine Verpflichtung, Chrysler zu finanzieren
Turin, 6. Mai 2014
Der Vorstand ist heute am Sitz der Chrysler Group LLC in Auburn Hills, Michigan, zusammengetreten.
Heute ab etwa 22.00 Uhr MEZ werden die Ergebnisse des ersten Quartals 2014 von der Geschäftsführung den Analysten und den institutionellen Anlegern im Rahmen eines „Investor Day" bekannt gegeben. Die Präsentation ist direkt zugänglich und später als Aufzeichnung im Internet unter www.fiatspa.com abrufbar. Vor der Präsentation werden die entsprechenden Unterlagen im Internet unter www.fiatspa.com abrufbar sein.
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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Detroit, im Mai 2014