28 Jan 2016

Fiat Chrysler Automobiles - Ergebnisse des vierten Quartals und des Geschäftsjahres 2015

FCA schloss das Geschäftsjahr 2015 mit hervorragenden Ergebnissen, die weit über den Zielen für das Geschäftsjahr lagen. Bei Einbeziehung von Ferrari stiegen die Nettoerlöse um 18 Prozent auf 113,2 Milliarden Euro. Der wertberichtigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 40 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro und der wertberichtigte Nettogewinn verbesserte sich um 91 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro. Aufgrund der Abspaltung von Ferrari konnte der Konzern das Jahr 2016 mit einer betrieblichen Nettoverschuldung von 5,0 Milliarden Euro beginnen.

FCA schloss das Geschäftsjahr 2015 mit hervorragenden Ergebnissen, die weit über den Zielen für das Geschäftsjahr lagen. Bei Einbeziehung von Ferrari stiegen die Nettoerlöse um 18 Prozent auf 113,2 Milliarden Euro. Der wertberichtigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 40 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro und der wertberichtigte Nettogewinn verbesserte sich um 91 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro. Aufgrund der Abspaltung von Ferrari konnte der Konzern das Jahr 2016 mit einer betrieblichen Nettoverschuldung von 5,0 Milliarden Euro beginnen.

 

London, im Januar 2016

  • Die Zahl der weltweiten Auslieferungen lag mit 4,6 Millionen Fahrzeugen auf Vorjahresniveau. Die Marke Jeep setzte ihre Erfolge fort und erzielte mit 1,3 Millionen Einheiten bei den Auslieferungen weltweit einen Rekordzuwachs von 21 Prozent.
  • Der wertberichtigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT)1 belief sich auf 5,3 Milliarden Euro, ein Zuwachs von 40 Prozent im Vergleich zu 3,8 Milliarden im Geschäftsjahr 2014, wobei sich das Ergebnis in der Region NAFTA mehr als verdoppelte und die Region EMEA bereits ein Jahr früher als geplant die Gewinnzone erreichte. Alle Geschäftsbereiche erzielten im vierten Quartal 2015 positive Ergebnisse.
  • Der wertberichtigte Nettogewinn2 belief sich auf zwei Milliarden Euro im Vergleich zu 1,1 Milliarden Euro im Jahr 2014 (+91 Prozent). Der Nettogewinn des Jahres 2015 lag bei 377 Millionen Euro und enthält die im dritten Quartal angefallenen Aufwendungen aufgrund der Änderung der Schätzung wegen der aktuellen Gesetzeslage und der Rückrufkampagnen sowie die im vierten Quartal verbuchten Aufwendungen im Zusammenhang mit der geplanten Anpassung der Produktionskapazität in der Region NAFTA an die Markttendenzen.
  • Zum 31. Dezember 2015 lag die betriebliche Nettoverschuldung bei sechs Milliarden Euro und die verfügbare Liquidität lag stabil bei 25,2 Milliarden Euro. Nach Abschluss der Abspaltung von Ferrari am 3. Januar 2016 sank die betriebliche Nettoverschuldung auf fünf Milliarden Euro und die verfügbare Liquidität sank geringfügig auf 24,6 Milliarden Euro.

 

Um die Ergebnisse des Konzerns mit den vorangegangenen Zeiträumen und mit den zuvor angegebenen Zielen besser vergleichen zu können, enthalten die Ergebnisse in der nachfolgenden Tabelle die Ergebnisse von Ferrari:

 

Gemäß IFRS wird Ferrari im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 und für die vorangegangenen Zeiträume als "Discontinued Operation" dargestellt. Die Ergebnisse von Ferrari werden aus den Continuing Operation des Konzerns ausgeschlossen und abzüglich der Steuern in einem einzigen Posten nach dem '"Nettogewinn - Continuing Operation" dargestellt. Die Kennzahlen der folgenden Tabelle geben diese Darstellung wider:

 

Die Umsatzerlöse3 4 des Konzerns lagen im Geschäftsjahr 2015 bei 113,2 Milliarden Euro; dies ist ein Anstieg um 17,1 Milliarden Euro bzw. um 18 Prozent (+6 % bei gleichbleibenden Wechselkursen) im Vergleich zu 96,1 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2014. Die Zuwächse in den Regionen NAFTA (+33 %; +13 % bei gleichbleibenden Wechselkursen) und der Sparte Zulieferteile (+13 %; +11 % bei gleichbleibenden Wechselkursen) wurden teilweise durch die Rückgänge in der Region LATAM (-25 %; -18 % bei gleichbleibenden Wechselkursen), der Region APAC (-22 %; -31 % bei gleichbleibenden Wechselkursen) und bei der Marke Maserati (-13 %; -22 % bei gleichbleibenden Wechselkursen) aufgehoben.

Der wertberichtigte Gewinn vor Zinsen und Steuern3, 4 (EBIT) lag im Geschäftsjahr 2015 bei 5,267 Milliarden Euro, ein Anstieg um 1,501 Milliarden Euro (+40 %; +19 % bei gleichbleibenden Wechselkursen) im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014. Die Steigerung beruht hauptsächlich auf den Zuwächsen in der Region NAFTA (+2,271 Milliarden Euro), der Region EMEA (+254 Millionen Euro) und der Sparte Zulieferteile (+110 Millionen Euro), die nur teilweise von den Rückgängen in der Region APAC (-489 Millionen Euro), der Region LATAM (-376 Millionen Euro) und der Marke Maserati (-170 Millionen Euro) aufgehoben wurden. Das wertberichtigte EBIT enthält nicht die Auswirkung vor Steuern für außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von insgesamt 2,203 Milliarden Euro, wovon 1,631 Milliarden Euro auf die Region NAFTA, 219 Millionen Euro auf die Region LATAM, 205 Millionen Euro auf die Region APAC und 47 Millionen Euro auf die Region EMEA entfallen.

Die finanziellen Nettoaufwendungen3 lagen bei 2,377 Milliarden Euro. Der Anstieg um 330 Millionen Euro im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 ist hauptsächlich auf das höhere Verschuldungsniveau und gestiegene Zinssätze in Brasilien, auf die call premium (abzüglich der verbleibenden, noch nicht abgeschriebenen debt premium) in Höhe von 168 Millionen Euro bezüglich der vorgezogenen Rückzahlung der Secured Senior Notes von FCA US mit Fälligkeit im Jahr 2019 und 2021 und auf die ungünstigen Wechselkursauswirkungen zurückzuführen, was teilweise durch eine niedrigere Zinsbelastung infolge der Refinanzierungsaktivitäten und den Rückgang der Bruttoverschuldung insgesamt im Jahr 2015 ausgeglichen wurde.

Die Ertragssteuern3 beliefen sich auf 310 Millionen Euro im Vergleich zu 544 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2014, hauptsächlich aufgrund eines Rückgangs des Gewinns vor Steuern.

Der Nettogewinn lag im Geschäftsjahr 2015 bei 377 Millionen Euro im Vergleich zu einem Nettogewinn von 632 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2014. Der auf die Aktionäre der Konzernmutter entfallende Anteil des Gewinns belief sich auf 334 Millionen Euro im Vergleich zu dem Gewinn von 568 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2014. Der wertberichtigte Nettogewinn des Geschäftsjahres belief sich auf 2,026 Milliarden Euro im Vergleich zu 1,060 Milliarden Euro im Jahr 2014.

Die betriebliche Nettoverschuldung3, 4 lag zum 31. Dezember 2015 bei 6,0 Milliarden Euro, ein Rückgang im Vergleich zu 7,7 Milliarden Euro am 31. Dezember 2014. Der Rückgang spiegelt hauptsächlich Zuflüsse in Höhe von 9,7 Milliarden Euro aus den operativen Tätigkeiten sowie in Höhe von 0,7 Milliarden Euro die positiven Auswirkungen der Wechselkurse, vor allem aufgrund der Abwertung des brasilianischen Real, wider, die teilweise durch Investitionen in Höhe von 9,2 Milliarden Euro aufgehoben wurden. Der Rückgang spiegelt außerdem Zuflüsse in Höhe von 0,9 Milliarden Euro im Zusammenhang mit der Platzierung des Anteils von 10 Prozent an Ferrari an der Börse und eine Zahlung in Höhe von 0,3 Milliarden Euro an die Minderheitsgesellschafter wider. Nach Abschluss der Abspaltung von Ferrari am 3. Januar 2016 sank die betriebliche Nettoverschuldung auf fünf Milliarden Euro.

Zum 31. Dezember 2015 belief sich die Liquidität3 insgesamt auf 25,2 Milliarden Euro und lag damit niedriger als zum 31. Dezember 2014 (26,2 Milliarden Euro). Der Rückgang spiegelt die Rückzahlung von Obligationenanleihen in Höhe von 7,3 Milliarden Euro wider, darunter die vorzeitige Rückzahlung der Secured Senior Notes von FCA US (fällig im Jahr 2019 bzw. 2021) mit einem Nennwert von insgesamt 5,3 Milliarden Euro und die Rückzahlung bei Fälligkeit von zwei Obligationenanleihen mit einem Nennwert von insgesamt 1,9 Milliarden Euro. Dieser Rückgang wurde durch die Ausgabe von Obligationenanleihen senior unsecured (mit Fälligkeit im Jahr 2020 bzw. 2023) mit einem Nennwert von insgesamt 3,0 Milliarden US-Dollar (2,8 Milliarden Euro), durch den Nettoanstieg von 1,5 Milliarden Euro bei den Bankdarlehen, sonstige finanzielle Verbindlichkeiten und Kreditlinien, durch Mittel in Höhe von 0,7 Milliarden Euro aus den operativen Tätigkeiten abzüglich der Investitionen, Transaktionen im Zusammenhang mit der Platzierung eines Anteils von 10 % an Ferrari an der Börse, die 0,6 Milliarden Euro erbrachten, und die positive Auswirkung der Wechselkurse in Höhe von 0,7 Milliarden Euro teilweise ausgeglichen. Die insgesamt verfügbare Liquidität enthält den im Juni unterzeichneten neuen revolvierenden Konsortialkredit in Höhe von 2,5 Milliarden Euro, der auf 5,0 Milliarden Euro ansteigt, sobald die finanziellen Beschränkungen mit FCA US beseitigt sind, was voraussichtlich im ersten Quartal 2016 der Fall sein wird. Nach Abschluss der Abspaltung von Ferrari am 3. Januar 2016 sank die verfügbare Liquidität sank geringfügig auf 24,6 Milliarden Euro.

 

Aussichten für das Jahr 2016

Nach Abschluss der Abspaltung von Ferrari am 3. Januar 2016 sind die Ergebnisse von Ferrari nicht mehr in den Ergebnissen des Konzerns enthalten. Der Konzern gibt die folgenden Ziele für das Geschäftsjahr 2016 an:

 

  • Die Regionen NAFTA und EMEA setzen ihren Aufschwungstrend fort
  • Die Region LATAM wird in der zweiten Jahreshälfte 2016 voraussichtlich wieder in die Gewinnzone gelangen, wenn das Werk Pernambuco volle Produktionsauslastung erreicht
  • Die Rentabilität der Region APAC wird sich voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2016 verbessern, wenn die Verlagerung der Produktion von Jeep in China abgeschlossen ist
  • Die Performance von Maserati wird sich in der zweiten Jahreshälfte 2016 aufgrund der Markteinführung des Modells „Levante" verbessern
  • Investitionen voraussichtlich auf dem Niveau von 2015

 

 

Ergebnisse nach Segment

 

 

NAFTA

In der Region NAFTA belief sich die Zahl der Auslieferungen auf 2.726.000 Fahrzeuge (+ 9 %), während die Zahl der verkauften Fahrzeuge5 bei 2.624.000 Einheiten lag (+7 %). Der Marktanteil des Konzerns lag in den Vereinigten Staaten bei 12,6 Prozent (+0,2 Prozentpunkte). In Kanada war FCA mit einem Marktanteil von 15,2 Prozent (-0,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr) Marktführer.
In der Region NAFTA wurden Umsatzerlöse in Höhe von 70,0 Milliarden Euro erzielt, ein Zuwachs von 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (+13 % bei gleichbleibenden Wechselkursen), hauptsächlich wegen der gestiegenen Zahl der Auslieferungen der Marken Jeep und RAM, der positiven Auswirkung der Preise und der vorteilhaften Auswirkung der Wechselkurse.

Der wertberichtigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 4,450 Milliarden Euro, im Vergleich zu 2,179 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2014. Die Verbesserung ist auf höhere Verkaufszahlen, bessere Preise und positive Wechselkurse zurückzuführen, die teilweise durch den Anstieg der Rückstellungen für Rückrufe und die höheren Materialkosten für die Verbesserung der Fahrzeugausstattung im zweiten Halbjahr 2015, abzüglich der Einsparungen bei der Beschaffung, aufgehoben wurden. Die Umsatzmarge (wertberichtigtes EBIT auf Umsatzerlöse) im Geschäftsjahr lag in der Region NAFTA bei 6,4 Prozent gegenüber 4,2 Prozent im Geschäftsjahr 2014 und im vierten Quartal 2015 bei 7,1 Prozent - und damit in beiden Fällen höher als die Zielwerte.

Das wertberichtigte EBIT enthält nicht die Aufwendungen in Höhe von insgesamt 1,631 Milliarden Euro, die im Wesentlichen aus zwei Komponenten bestehen. Im Rahmen des Plans zur Verbesserung der Margen in der Region NAFTA wird der Konzern einen Teil der Produktionskapazität in der Region neu ausrichten, um besser auf die Nachfrage des Marktes zu reagieren. Daher wurden im vierten Quartal 2015 Aufwendungen vor Steuern in Höhe von 834 Millionen Euro ausgewiesen und vom wertberichtigten EBIT ausgeschlossen, die Abschreibungen von Aktivitäten in Höhe von 598 Millionen Euro und sonstige Aufwendungen in Höhe von 236 Millionen Euro in Bezug auf die vorübergehende Schließung einiger Werke aufgrund der Umsetzung des neuen Betriebsplans enthalten. Aufgrund der vor kurzem eingetretenen Kostensteigerung und der Häufigkeit der Rückrufkampagnen hat der Konzern im dritten Quartal 2015 die für die Kostenschätzung zukünftiger Rückrufaktionen angewendete versicherungsmathematische Methode angepasst. Daher wurde im dritten Quartal 2015 eine Wertberichtigung (im wertberichtigten EBIT nicht enthalten) in Höhe von 761 Millionen Euro für die Vereinigten Staaten und Kanada bezüglich der Veränderung bei der Schätzung der Kosten für zukünftige Rückrufkampagnen in Verbindung mit den in vorangegangenen Zeiträumen verkauften Fahrzeuge ausgewiesen.

 

LATAM

 

In der Region LATAM belief sich die Zahl der Auslieferungen auf 553.000 Fahrzeuge, ein Rückgang um 33 Prozent, der vor allem die anhaltende makroökonomische Schwäche der Region und die damit zusammenhängenden schwierigen Marktbedingungen in Brasilien und Argentinien widerspiegelt. In Brasilien konnte der Konzern seine Position als Marktführer im Geschäftsjahr 2015 mit einem Vorsprung von 3,8 Prozentpunkten im Vergleich zum direkten Wettbewerber (+0,3 Prozentpunkte gegenüber 2014) behaupten. Der Marktanteil des Konzerns lag bei 19,5 Prozent, ein Rückgang um 1,7 Prozentpunkte aufgrund des starken Wettbewerbs und des damit zusammenhängenden Preisdrucks. Der neue Jeep Renegade setzte seinen Wachstumskurs fort und erzielte im vierten Quartal 2015 einen Anteil von 29,7 Prozent im Bezugssegment. In Argentinien ist der Rückgang des Marktanteils von 13,4 Prozent im Jahr 2014 auf 11,9 Prozent im Jahr 2015 hauptsächlich auf die auf die anhaltenden Importbeschränkungen zurückzuführen.

In der Region LATAM wurden Umsatzerlöse in Höhe von 6,4 Milliarden Euro erzielt, ein Rückgang von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (-18 % bei gleichbleibenden Wechselkursen), hauptsächlich wegen der gesunkenen Zahl der Auslieferungen, der teilweise durch positive Preisstellungen ausgeglichen wurde. Der wertberichtigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei -87 Millionen Euro, ein Rückgang im Vergleich zu 289 Millionen im Geschäftsjahr 2014.

Die Verschlechterung ist im Wesentlichen auf niedrigere Verkaufszahlen, auf den inflationären Anstieg der Kosten, auf die Start-Up-Kosten für das Werk in Pernambuco und auf die Kosten im Zusammenhang mit der Markteinführung des neuen Jeep Renegade zurückzuführen, was teilweise durch bessere Nettopreise und den günstigeren Produktmix, vor allem wegen des Jeep Renegade, ausgeglichen wurde.
Das wertberichtigte EBIT enthält nicht die Aufwendungen in Höhe von insgesamt 219 Millionen Euro, wovon 83 Millionen Euro auf die Abwertung des argentinischen Peso aufgrund der Änderung der Währungspolitik entfallen, und 80 Millionen Euro, die aufgrund der Anwendung des Wechselkurses SIMADI (Sistema Marginal de Divisas) durch die venezolanische Regierung ab dem 30. Juni 2015 anfielen.

 

APAC

 

In der Region APAC belief sich die Zahl der Auslieferungen (ohne die von Joint Ventures ausgelieferten Fahrzeuge) auf 149.000 Fahrzeuge. Der Rückgang um 32 Prozent ist hauptsächlich auf die Unterbrechung der Auslieferungen aufgrund der Explosion im Hafen von Tianjin (China) Anfang August, die starke Konkurrenz durch die chinesischen Hersteller und die Aufnahme der lokalen Produktion in China sowie auf den Rückgang der Auslieferungen in Australien aufgrund der Preissteigerungen zurückzuführen. Die Zahl der Auslieferungen (einschließlich der von den Joint Ventures ausgelieferten Fahrzeuge) lag bei 215.000 Fahrzeugen, ein Rückgang um 42.000 Einheiten im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014.

In der Region APAC wurden Umsatzerlöse in Höhe von 4,9 Milliarden Euro erzielt, ein Rückgang von 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (-31 % bei gleichbleibenden Wechselkursen), hauptsächlich wegen der gesunkenen Zahl der Auslieferungen und der zusätzlichen Fördermittel in China.

Der wertberichtigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 52 Millionen Euro, ein Rückgang um 489 Millionen Euro im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 wegen der gesunkenen Zahl der Auslieferungen, der ungünstigen Preisstellung und der negativen Auswirkungen der Wechselkurse, die teilweise durch Senkung der Werbekosten ausgeglichen wurden. Das wertberichtigte EBIT enthält nicht die Aufwendungen in Höhe von insgesamt 205 Millionen Euro, wovon 142 Millionen Euro auf die Abschreibung von Beständen sowie auf zusätzliche Fördermittel für die bei der Explosion im Hafen von Tianjin (China) im dritten Quartal 2015 beschädigten Fahrzeuge entfallen, was voraussichtlich von der Versicherung abgedeckt wird.

 

EMEA

 

In der Region EMEA wurden insgesamt 1.142.000 Einheiten (Pkw und Transporter) ausgeliefert, was einem Anstieg von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. In der Pkw-Sparte wurden insgesamt 899.000 Fahrzeuge ausgeliefert (+12,0 Prozent), während 243.000 Transporter ausgeliefert wurden, ein Zuwachs von 10,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Marktanteil in Europa (EU 28 + EFTA-Länder) bei Pkw lag bei 6,1 Prozent, ein Anstieg um 0,3 Prozentpunkte. In Italien lag der Marktanteil6 des Konzerns bei 28,3 Prozent (+0,6 Prozentpunkte). Der Marktanteil von Fiat Professional in Europa (EU 28 + EFTA-Länder) lag bei 11,3 Prozent; in Italien stieg der Marktanteil auf 45,7 Prozent (+0,8 Prozentpunkte).
Die Region EMEA erzielte im Geschäftsjahr 2015 Umsatzerlöse in Höhe von 20,4 Milliarden Euro, ein Anstieg von 13,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (+11 % bei gleichbleibenden Wechselkursen), der auf die höheren Verkaufszahlen und einen günstigeren Produktmix aufgrund der guten Entwicklung des neuen Jeep Renegade und des Fiat 500X sowie auf positive Preisstellung, vor allem aufgrund von Maßnahmen bei den Preisen in Märkten außerhalb der Europäischen Union, und auf die Wechselkursauswirkungen zurückzuführen ist.

Der wertberichtigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Geschäftsjahr 2015 lag bei 213 Millionen Euro gegenüber dem Verlust von 41 Millionen Euro im Jahr 2014. Die Steigerung ist hauptsächlich auf die höhere Zahl der Auslieferungen, auf positive Preisstellung, den günstigeren Produktmix aufgrund des dauerhaften Erfolgs der Fahrzeuge aus der Familie des Fiat 500 und der Marke Jeep sowie auf die Kosteneinsparungen zurückzuführen, die nur teilweise von den höheren Kosten für die aus den USA importierten Fahrzeuge aufgrund des stärkeren US-Dollars und von den höheren Marketingkosten aufgehoben wurde. Das wertberichtigte EBIT enthält nicht die Aufwendungen in Höhe von insgesamt 47 Millionen Euro, die sich hauptsächlich auf die Abschreibung von Aktiva beziehen.

 

Maserati

Die Umsatzerlöse lagen bei 2,4 Milliarden Euro. Der Rückgang von 13 Prozent (-22 % bei gleichbleibenden Wechselkursen) im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 ist hauptsächlich auf die niedrigeren Verkaufszahlen des Modells „Quattroporte" infolge der Nachfrageschwäche in den Bezugssegmenten in den USA und in China zurückzuführen.

Der wertberichtigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf 105 Millionen Euro, ein Rückgang im Vergleich zu 275 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2014 hauptsächlich wegen der niedrigeren Verkaufszahlen, des ungünstigeren Produktmix und der höheren betrieblichen Kosten für den Produktionsbeginn des neuen Modells „Levante", das im Jahr 2016 auf den Markt kommt.

 

 

Magneti Marelli

Die Umsatzerlöse lagen bei 7,3 Milliarden Euro, ein Zuwachs von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, hauptsächlich wegen der guten Entwicklung der Sparten Lighting und Elektronische Systeme.

Der wertberichtigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf 321 Millionen Euro, ein Anstieg um 92 Millionen Euro im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014, hauptsächlich aufgrund der höheren Verkaufszahlen, der Kostendämpfungsmaßnahmen und der erzielten Einsparungen. Im Jahr 2015 stieg die Umsatzmarge (wertberichtigtes EBIT auf Umsatzerlöse) auf 4,4 Prozent gegenüber 3,5 Prozent im Jahr 2014.

 

Comau

Die Umsatzerlöse stiegen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 um 26 Prozent auf zwei Milliarden Euro, hauptsächlich aufgrund der guten Entwicklung der Geschäftsbereiche Karosseriebau, Powertrain und Robotik.

Der wertberichtigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf 72 Millionen Euro, ein Anstieg um 12 Millionen Euro im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 vor allem aufgrund der höheren Verkaufszahlen.

 

Teksid

Die Umsatzerlöse lagen bei 631 Millionen Euro. Der Rückgang um ein Prozent im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 ist hauptsächlich auf den Rückgang der Verkaufszahlen der Sparte Gießereierzeugnisse um 10 Prozent zurückzuführen, der teilweise durch den Zuwachs von 21 Prozent in der Sparte Aluminium ausgeglichen wurde.

Der wertberichtigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf 2 Millionen Euro im Vergleich zu dem Verlust von 4 Millionen Euro im Jahr 2014.

 

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Weitere, vollständige Informationen entnehmen Sie bitte den englisch/italienisch-sprachigen Textversionen unter www.fcagroup.com.

 

 

 

1 Siehe Seite 11 im englischen Originaldokument zur Abstimmung zwischen EBIT und wertberichtigtem EBIT

2 Siehe Seite 12 im englischen Originaldokument zur Abstimmung mit dem wertberichtigten Nettogewinn

3 Um die Ergebnisse des Konzerns mit den vorangegangenen Zeiträumen und mit den zuvor angegebenen Zielen besser vergleichen zu können, enthalten diese Ergebnisse die Ergebnisse von Ferrari. Nach Genehmigung der Abspaltung von Ferrari durch die außerordentliche Hauptversammlung vom 3. Dezember 2015 und gemäß IFRS wird Ferrari im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 und für die vorangegangenen Zeiträume als "Discontinued Operation" dargestellt. Außerdem werden die Aktiva und Passiva von Ferrari unter den Posten "Aktiva und Passiva, die zur Ausschüttung an Aktionäre vorgesehen sind" zum 31. Dezember 2015 neu klassifiziert.

4 Siehe Seite 10 der englischen Originalversion zur Abstimmung zwischen diesen Ergebnissen und den Ergebnissen aufgrund der Darstellung von Ferrari als "Discontinued Operation".

5 In den Vereinigten Staaten und Kanada bezeichnet der Begriff „verkaufte Fahrzeuge" die Verkäufe an Endkunden, die dem Konzern vom Händlernetz mitgeteilt wurden.

6 Da in Bezug auf den Markt Italien keine Daten vorliegen, wurden die aufgeführten Daten für Italien abgeleitet. Es besteht die Möglichkeit einer Fehlerspanne für die Kennzahlen.