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27 Feb 2007
Motoren und Allradantrieb
Motoren und Allradantrieb
Alfa Spider – Motoren und Allradantrieb Hochmoderne Vier-, Fünf- und Sechszylinder mit Charakter Stark, sauber, komfortabel: zwei Benzin- und ein Diesel-Direkteinspritzer Laufruhig, kraftvoll, faszinierend: Der neue Alfa Spider geht mit drei leistungsstarken Motorisierungen an den Start, die dem Klassiker unter den offenen Zweisitzern auch in neuester Generation zu bemerkenswerten Fahrleistungen verhelfen und den hohen Anspruch der Mailänder Traditionsmarke treffen. Novum im Bereich der Roadster: Erstmals in der Geschichte des Alfa Spider wird es den Zweisitzer als Turbodiesel (147 kW / 200 PS) geben; der 228 km/h schnelle Alfa Spider 2.4 JTDM 20V entwickelt eine Drehmomentspitze von 400 Newtonmetern und beschleunigt in nur 8,4 Sekunden auf 100 km/h. Der Durchschnittsverbrauch beträgt lediglich 6,8 Liter, die CO 2 -Emissionen 179 g/km. Hightech kennzeichnet auch die Benziner: Sowohl der Vier- als auch der Sechszylinder setzen auf fortschrittliche Direkteinspritzung, die sportliches Temperament mit niedrigem Treibstoffverbrauch und geringen Abgasemissionen kombiniert. Das Leistungsangebot reicht hier von 136 kW (185 PS) im 222 km/h schnellen Alfa Spider 2.2 JTS 16V bis hin zum 191 kW (260 PS) starken Alfa Spider 3.2 V6 24V Q4 mit – und das ist ebenfalls ein Novum in der Spider-Geschichte – serienmäßigem Allradantrieb; die Sechszylinderversion erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h. In beiden Versionen ermöglicht ein manuelles 6-Ganggetriebe sportlich-knackige Schaltmanöver. Das hochmoderne Automatik-Getriebe Qtronic wird in Kürze optional ebenfalls erhältlich sein. Alfa Spider 2.4 JTDM 20V: Der neue Alfa Spider 2.4 JTDM 20V schreibt als erste Diesel-Roadster der Welt Geschichte. Angefeuert von einem hochmodernen Common-Rail-Direkteinspritzer kombiniert der Alfa Spider den Fahrspaß eines offenen Zweisitzers mit der kraftvollen Leistungscharakteristik und der außergewöhnlichen Wirtschaftlichkeit eines wegweisenden Diesel-Kraftwerks. Der Vierventil-Fünfzylinder mit 2,4 Litern Hubraum verfügt serienmäßig über einen Diesel-Partikelfilter, leistet 147 kW (200 PS) und stellt bereits bei 2.000 Touren sein maximales Drehmoment von 400 Nm zur Verfügung. Daraus resultieren überaus sportliche Fahrleistungen: Der Alfa Spider 2.4 JTDM 20V spurtet in 8,4 Sekunden auf Tempo 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 228 km/h. Dieseltypisch sparsam ist hingegen der Verbrauch: nur 6,8 Liter auf 100 Kilometern (kombiniert nach RL 80/1268/EWG). Dank seiner ausgezeichneten Laufkultur und dem guten Geräuschkomfort geht der Diesel mit der Ikone unter den Roadstern eine harmonische Symbiose ein. So wurde zum Beispiel die komplizierte Choreographie der sequentiellen Multijet-Hochdruckeinspritzung nochmals verfeinert, um Schwingungsverhalten und Klangkulisse des Selbstzünders dem Anspruch des offenen Italieners anzugleichen. Auch mechanisch wurde der Fünfzylinder seiner neuen Aufgabe angepasst: Einlassventile mit verkleinertem Schaft verbessern die Luftzuführung in die Brennräume und Pleuel aus speziellem Stahl halten der größeren Beanspruchung in einem Sportwagen stand. Für vehementen Schub sorgt im Alfa Spider 2.4 JTDM 20V ein Garrett-Turbolader mit variabler Geometrie. Ungetrübtes Frischluftvergnügen bereitet der elegante Roadster auch mit seinen niedrigen Abgasemissionen. Der Alfa Spider erfüllt mit seinem sparsamen und sauberen Dieselmotor bereits heute die strengen Grenzwerte der künftigen Schadstoffstufe Euro 5. Damit zählt der Alfa Romeo zu den umweltfreundlichsten Sportwagen seiner Klasse. Alfa Spider 2.2 JTS 16V: Mit agilen Fahrleistungen und einer bemerkenswerten Laufkultur wartet der 2,2 Liter große Vierzylinder des Alfa Spider 2.2 JTS 16V auf – der Volumenmotor dieser Baureihe. Der Benziner setzt ebenso wie das V6-Aggregat auf die moderne Benzindirekteinspritzung (JTS-Technologie). Mit 136 kW (185 PS) verleiht er dem eleganten Cabrio ordentlich Temperament. So beschleunigt der Fronttriebler zum Beispiel in nur 8,8 Sekunden von null auf 100 km/h. Zugleich kann der Alfa Spider 2.2 JTS 16V mit geringem Verbrauch und kraftvollem Durchzugsvermögen überzeugen. Verantwortlich dafür zeichnet zum einen das von Alfa Romeo entwickelte Jet Thrust Stoichiometric-System (JTS- Details separater Abschnitt in diesem Kapitel). Bei dieser fortschrittlichen Benzindirekteinspritzung wird der Kraftstoff zugunsten eines optimalen Mischungsverhältnisses direkt in den dachförmigen Zylinderraum injiziert und ermöglicht auf diese Weise einen ebenso perfekten wie effizienten Verbrennungsprozess. Die maximierte Leistungsausbeute verbessert den Wirkungsgrad des Motors. Und dies schlägt sich in reduziertem Treibstoffverbrauch und niedrigen Abgasemissionen nieder. Zum anderen profitiert das Vierzylinder-Aggregat von der modernen Twin Phaser-Technologie, die eine kontinuierliche Verstellung der Ein- und Auslass-Nockenwelle um bis zu 50 Winkelgrad ermöglicht (Details: siehe 3.2 JTS V6 24V). Dies wirkt sich auf die Leistungsentwicklung ebenso positiv aus wie auf den Drehmomentverlauf und senkt darüber hinaus auch die Verbrauchs- und Emissionswerte im Teillastbereich. In Zahlen ausgedrückt: Der 2.2 JTS 16V des Alfa Spider erreicht sein höchstes Drehmoment von 230 Newtonmetern bei 4.500 Touren, das Leistungsmaximum des drehfreudigen Aggregats liegt bei 6.500 Umdrehungen an. Zugleich beschränkt sich der durchschnittliche Verbrauch auf lediglich 9,4 Liter Super bleifrei/100 km. Die außergewöhnliche Laufkultur des Vierzylinders liegt in seiner aufwendigen Konstruktion begründet. So eliminieren zwei gegenläufige Ausgleichswellen Massenkräfte zweiter Ordnung und begünstigen auf diese Weise den außerordentlich sanften und ruhigen Lauf des Langhubers. Vier Ventile pro Brennraum sorgen für einen befreiten Gasdurchsatz. Auf der Einlass-Seite messen sie 35,3 Millimeter im Durchmesser, die natriumgekühlten Auslassventile 30,3 Millimeter. Zylinderkopf und Kurbelwanne des modernen Aggregats bestehen aus Aluminium. Dadurch bringt der dank Kettensteuerung besonders wartungsarme Motor im Vergleich zu seinem Vorgänger rund 20 Kilogramm weniger auf die Waage. Ein deutlicher Vorteil für die Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse. Alfa Spider 2.2 JTS 16V Selespeed: Erstmals ist der Alfa Spider als Vierzylinder-Benziner mit der innovativen Sportwagen-Automatik „Selespeed“ erhältlich. Die neueste Generation des automatisierten Sechsgang-Schaltgetriebes überlässt dem Fahrer die Wahl zwischen den beiden Schaltmodi „Manual“ und „Drive“. Im komfortorientierten „Drive“-Modus wechselt das Getriebe die Gänge automatisch. Der manuelle Modus erfüllt sportliche Ansprüche: Über den Schalthebel auf der Mittelkonsole können die Fahrstufen sequentiell eingelegt werden – ein Zug nach hinten aktiviert den nächsthöheren Gang; ein Druck nach vorn schaltet zurück. Alternativ dazu lassen sich die Gangwechsel auch über eine Schaltwippe hinter den Lenkradspeichen steuern. Und wer es noch dynamischer mag, für den steht zusätzlich das Schaltprogramm „Sport“ zur Verfügung: Es reduziert im Modus „Manual“ die Schaltzeit um rund 20 Prozent und wechselt im „Drive“-Programm die Gänge bei höheren Drehzahlen. Alfa Spider 3.2 JTS V6 24V Q4: Noch mehr sportliche Dynamik und besonders ausgewogene Komforteigenschaften prägen die Charakteristik der Sechszylinder-Motorisierung des neuen Alfa Spider. Sie ist mir ihrem sonorem Klang, kraftvollem Antritt und geradezu markentypischer Drehfreude ein Garant für großes Fahrvergnügen. Der 3,2 Liter große JTS V6 24V Q4 erreicht seine Höchstleistung von 191 kW (260 PS) bei 6.300 U/min und ermöglicht überaus sportliche Fahrleistungen. Dies spiegelt sich zum Beispiel in der souveränen Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h wider, kommt aber auch im Beschleunigungsvermögen des offenen Zweisitzers klar zum Ausdruck: Dank modernem Q4-Allradantrieb vergehen lediglich 7,0 Sekunden, wenn der Alfa Spider 3.2 JTS V6 24V Q4 von null auf 100 km/h spurtet. Das Vierventil-V6-Triebwerk ist ein ausgewiesenes Hightech-Aggregat. Es überzeugt durch große Durchzugskraft und Drehfreude gleichermaßen und überflügelt damit die durch ihn abgelöste V6-Motorengeneration durch den Einsatz modernster Technologien deutlich. So stieg etwa die Höchstleistung um 20 PS oder acht Prozent. Das maximale Drehmoment nahm um 33 Newtonmeter auf nunmehr 322 Nm (+11 Prozent) zu, die bei 4.500 Touren anliegen. Darüber hinaus verzeichnet die Drehmomentkurve ab 1.500/min ebenfalls einen Zuwachs von rund 30 Newtonmetern. Mindestens 90 Prozent des maximalen Drehmoments stehen zwischen 1.800 und 6.250 Touren kontinuierlich zur Verfügung. Dies verbessert die Durchzugskraft bei schaltarmer Fahrweise deutlich. Erfreuliche Auswirkung auf den Verbrauch: Der Alfa Spider 3.2 JTS V6 24V Q4 begnügt sich im Durchschnitt mit 11,5 Liter Super bleifrei auf 100 Kilometern. Möglich werden diese markanten Fortschritte insbesondere durch die von Alfa Romeo entwickelte Benzindirekteinspritzung JTS (Jet Thrust Stoichiometric, siehe eigenes Kapitel) sowie das moderne Twin Phaser-System. Diese Technologie erlaubt eine kontinuierliche Verstellung der Ein- und Auslass-Nockenwelle um bis zu 50 Winkelgrad und greift dabei auf die Besonderheiten des sogenannten „Miller-Cycle“ zurück. Bei diesem Verbrennungszyklus ermöglicht die verzögerte Öffnung und Schließung der jeweils vier Ventile eine längere Ausdehnungsphase des explodierten Gemisches. Ergebnis: Mehr Verbrennungswärme wird in Arbeit umgewandelt, der Verbrennungsprozess verläuft vollständiger und hinterlässt aus diesem Grund weniger Abgase. Zahlreiche Verbesserungen im Detail kommen ergänzend hinzu. So wurde der Ansaugtrakt – wie der Zylinderkopf und die Kurbelwanne aus leichtem Aluminium gefertigt – optimiert, um speziell für hohe Drehzahlen eine ausreichende Luftfördermenge sicherzustellen. In Kombination mit der Ausgestaltung des Brennraums ermöglicht diese Maßnahme die korrekte Verwirbelung des homogenen Gemischs, das auf 11,25:1 verdichtet wird und auf den Einsatz von Superbenzin (95 Oktan) ausgelegt ist. Ein stabiler und vollständiger Verbrennungsprozess, der nur noch ein Minimum an Schadstoffen zulässt, ist die Folge. Pro Zylinder aktiviert eine eigene Zündspule die Zündkerze. Die Drosselklappe wird per „Drive-by-wire“-Technologie elektronisch gesteuert. Großzügig dimensionierte Einlass- (33,4 Millimeter Durchmesser) und Auslassventile (28,4) garantieren den effizienten Gasdurchsatz im Brennraum. Ein leistungsorientierter Abgastrakt mit Vorkatalysatoren, die in Nähe der Zylinderköpfe integrierten wurden, sorgt bereits in der kritischen Warmlaufphase für eine frühzeitige und umfängliche Reinigung der Verbrennungsluft. Vier Lambda-Sonden sowie ein Onboard-Diagnose-System (EOBD) kontrollieren den Emissionshaushalt des Alfa Spider 3.2 JTS V6 24V Q4. Dank seines geringen Wartungsaufwandes schont der Sechszylinder zudem die Unterhaltskosten: Hydrostößel sorgen für den automatischen Ausgleich des Ventilspiels, die Nockenwellen werden von wartungsfreien Ketten angetrieben, ein Poly-V-Riemen mit automatischem Spanner übernimmt die Steuerung der Nebenaggregate. Jet Thrust Stoichiometric (JTS) im Detail: Die JTS-Technologie ist eine weitere fortschrittliche Entwicklung von Alfa Romeo. Dabei wird der Treibstoff von einer in direkter Nähe zum Zylinderkopf installierten Hochdruck-Kraftstoffpumpe mit 120 bar direkt in den Brennraum eingespritzt. Bis 1.500 Touren verbrennt zum Beispiel der 3.2 JTS V6 24V Motor lediglich ein mageres Gemisch mit konstantem Luftverhältnis von 25,0:1. In höheren Drehzahlregionen herrscht ein stöchiometrisches Luftverhältnis von 14,7:1 vor, das auch Motoren mit konventioneller Saugrohreinspritzung nutzen. Dabei kühlt der eingespritzte Treibstoff die angesaugte Luft. Dies ermöglicht im Zusammenspiel mit der speziellen dachförmigen Ausgestaltung des Brennraums eine optimale Verwirbelung, um die Gemischdichte rund um die zentrale Zündkerze zu verbessern. Der stabiler und vollständiger verlaufende Verbrennungsprozess erhöht den Wirkungsgrad deutlich und unterbindet zugleich die Bildung unerwünschter Abgasemissionen. Da dieses System die Klopfanfälligkeit senkt, begnügen sich die JTS-Motoren von Alfa Romeo im Gegensatz zu zahlreichen Wettbewerbern und trotz eines vergleichsweise hohen Verdichtungsverhältnisses von 11,25:1 mit Superbenzin (95 Oktan). Effekt: Neben tadelloser Laufkultur überzeugt das wegweisende System mit besonders niedrigem Verbrauch und kraftvollem Antritt und geringen Betriebskosten. Alfa Romeo Q4-Allradantrieb: Sportlich abgestufte, präzise und mit kurzen Wegen zu schaltende 6-Ganggetriebe gehören für die zwei Motorisierungen des Alfa Spider zur Grundausstattung. Doch es gibt im Antriebsbereich einen signifikanten Unterschied: Setzt der Vierzylinder-Benziner auf Frontantrieb, so kommt im Topmodell 3.2 JTS V6 24V Q4 das weiterentwickelte Alfa Romeo Q4-Allradsystem zum Einsatz. Dessen Mittendifferential vom Typ „Torsen Twin C“ übernimmt die Kraftverteilung von vorn nach hinten sowie den Drehzahlausgleich Das skizzierte selbstsperrende Mittendifferenzial (35 Prozent unter Zug, 45 Prozent im Schubbetrieb) verteilt im Normalfall 57 Prozent des Antriebsmoments an die Hinterachse und unterstützt auf diese Weise den agilen, unter vollem Lasteinsatz leicht übersteuernden Charakter des sportlichen Zweisitzers. Dieses mechanische, aber um modernste Elektronik ergänzte System kombiniert ein Höchstmaß an Fahrkomfort und -vergnügen mit überlegenen Traktionseigenschaften sowie großer Fahrstabilität. Unterschiedlichen Gripverhältnissen passt sich die Kraftübertragung dabei rasch und kontinuierlich an. Ändert sich die Bodenhaftung zwischen den Achsen, leitet sie die Antriebskraft von der Achse mit geringerem Grip zur Achse mit größerer Bodenhaftung. Die Bandbreite reicht von einer vorderachsbetonten Verteilung des Drehmoments bis hin zu einer überdurchschnittlichen Berücksichtigung der hinteren Antriebsräder. Zwei Beispiele aus der Praxis: Droht ein starkes Untersteuern, leitet der Antrieb bis zu 69 Prozent des Drehmoments auf die Hinterachse und unterstützt damit die Stabilisierung des Fahrzeugs. Kündigt sich dagegen ein starkes Übersteuern an, werden bis zu 61 Prozent des Drehmoments auf die Vorderachse verteilt. Als wäre der Fahrstabilität damit noch nicht genug Rechnung getragen, sorgt die elektronische Stabilitätskontrolle VDC (Vehicle Dynamic Control) zusätzlich für ein Höchstmaß an Fahrsicherheit. Auch sie wurde speziell abgestimmt, um das Handling des Alfa Spider weiter zu perfektionieren. |