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17 Feb 2004
Das neue Motorenprogramm
Neuer Spitzendiesel: der 175 starke 2.4 JTD 20V mit Multijet-Einspritzung | Neuer Spitzenbenziner: der 240 PS starke und faszinierende 3.2 V6 24V
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Neuer Spitzendiesel: der 175 starke 2.4 JTD 20V mit Multijet-Einspritzung Im aktuellen Modelljahr 2004 wird der Alfa 166 mit insgesamt fünf Motoren angeboten. Die drei Benziner – der 2.0 T.Spark 16V, der 3.0 V6 24V und der neue 3.2 V6 24V – decken ein Leistungsspektrum von 110 kW (150 PS) bis 176 kW (240 PS) ab. Als Turbodiesel-Direkteinspritzer bietet Alfa Romeo für die Limousine den bekannten 2.4 JTD 10V und den neuen 2.4 JTD 20V an; sie leisten 110 kW (150 PS) und 129 kW (175 PS). Mit Ausnahme des 3.0 V6 24V, der serienmäßig mit einer ZF-Automatik ausgestattet ist, kommt in allen Versionen ein manuelles Sechsganggetriebe zum Einsatz. Der 2.4 JTD 20V kann optional zudem mit einer neuen Fünfgangautomatik kombiniert werden. Die Alfa Romeo Automatikgetriebe (Sportronic) können beide alternativ auch manuell über eine Plus-Minus-Gasse geschaltet werden.
Der neue 2.4 JTD 20VAls technisches Highlight unter den Common-Rail-Motoren gilt der kraftvolle Alfa Romeo Turbodiesel 2.4 JTD 20V mit einer Leistung von 129 kW (175 PS). Das drehmomentstarke Fünfzylinder-Triebwerk (385 Newtonmeter bei 2.000/min) beschleunigt den Alfa 166 in nur 8,9 Sekunden auf 100 km/h. Beachtlich ist zudem die Höchstgeschwindigkeit von 222 km/h. Trotz dieser Dynamik liegt der Durchschnittsverbrauch des Alfa 166 2.4 JTD 20V bei lediglich 7,5 Litern. Zum Vergleich: Bei nahezu identisch niedrigem Verbrauch konnte die Leistung des neuen Multijet-Common-Rail-Vierventilers gegenüber dem bereits souveränen 2.4 JTD 10V um 17 Prozent, das Drehmomentmaximum um satte 26 Prozent, die Höchstgeschwindigkeit um fast sechs Prozent und der Beschleunigungswert auf 100 km/h um zehn Prozent verbessert werden. Der neue Vierventil-Fünfzylinder zeichnet sich gegenüber dem Zweiventiler zudem durch nochmals weichere Laufeigenschaften und eine verbesserte Gesamtakustik (minus drei bis sechs Dezibel) aus. Die erreichten Fortschritte in Sachen Leistung, Drehmoment, Verbrauch und Komfort sind der Umstellung auf die Vierventiltechnologie und dem Einsatz der neu entwickelten Multijet-Einspritzung mit einem Druck von 1.400 bar zu verdanken.
Der Multijet-Direkteinspritzer im DetailDie Aufladung des Motors übernimmt ein Garrett-Turbolader mit variabler Schaufelradgeometrie. Bereits an dieser Stelle wird die Leistungsabgabe optimiert und das Drehmoment im unteren Drehzahlbereich erhöht. Beispiel: 90 Prozent des maximalen Drehmoments stehen bereits ab 1.750 Umdrehungen zur Verfügung. Die Effizienzgrundlage des neuen Alfa Romeo JTD bildet weiterhin der hohe Einspritzdruck sowie die elektronische Steuerung der Injektoren und damit die Prinzipien der Common-Rail-Technik. Es kommt ein wesentliches technisches Merkmal hinzu: Bei jedem Motortakt erhöht sich die Anzahl der Einspritzungen (Multijet) im Vergleich zu den bisherigen zwei Einspritzungen (Unijet). Im Zylinder wird damit die gleiche Dieselmenge verbrannt, dabei jedoch in mehrere Teile aufgeteilt. Folge: ein weicherer Verbrennungsablauf. Das konstruktive Geheimnis des neuen Multijet-Prinzips bildet die Steuereinheit zur elektrischen Öffnung und Schließung der Injektoren. Diese elektronische Steuereinheit ist erstmals in der Lage, auch eine Reihe extrem nah aufeinander folgende Einspritzungen ausführen zu lassen. Die Steuereinheit gestattet dabei gemeinsam mit den ebenfalls neu entwickelten Injektoren, die Drücke und Temperaturen im Brennraum präziser denn je zu kontrollieren und dabei die zugeführten Luftmengen besser auszunutzen.
Der neue 3.2 V6 24VDas zurzeit hubraumstärkste Alfa Romeo Triebwerk ist ein 3,2 Liter großer V6-Vierventiler. In Verbindung mit dem neuen Alfa 166 leistet der 3.2 V6 24V exakt 176 kW (240 PS). Sein maximales Drehmoment (289 Newtonmeter) erreicht der für viele Enthusiasten legendärste Sechszylinder unserer Zeit bei 4.800/min. Via serienmäßigem Sechsganggetriebe geschaltet, beschleunigt er den Alfa 166 in 7,4 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 245 km/h, der Durchschnittsverbrauch 12,5 Liter.
Der neue 3.2 V6 24V im DetailIn seinen technischen Ursprüngen stammt der 3,2-Liter-V6 vom Dreiliter-Sechszylinder mit ebenfalls 24 Ventilen ab. Alfa Romeo modifizierte die zwei obenliegenden Nockenwellen und die Kolben, um den Hubraum auf 3.179 cm3 zu vergrößern. Diese Maßnahme änderte die Motorcharakteristik grundlegend. Anders ausgedrückt: Um lediglich die nominelle Leistung zu erhöhen, hätten Eingriffe in die Motorelektronik und die Kraftstoffversorgung gereicht. Der Weg einer Hubraumvergrößerung durch Hubverlängerung wirkt sich hingegen nicht nur auf die Leistungs- und Drehmomentspitzen, sondern auch auf eine gleichmäßige und progressive Charakteristik in den unteren Drehzahlbereichen aus. So entstand ein Alfa Romeo Motor reinster Güte, gierig, willig hochdrehend und in jedem Betriebszustand kraftvoll. Darüber hinaus zeichnen den Motor eine ganze Reihe weiterer technischer Modifikationen aus. Ansaug- und Abgastrakt wurden mit den neuen Steuerzeiten in Einklang gebracht, die Software der Motorsteuerung modifiziert und die Leistung der Kühlanlage erhöht. Zum Kühlsystem gehört überdies auch ein eigener Ölkühler. Welchen Reifegrad diese Motorenbaureihe erreicht hat, zeigt stellvertretend ein Blick auf die Wartungsintervalle: Abgesehen vom obligatorischen Ölwechsel, steht ein technischer Wartungstermin erst nach 100.000 Kilometern an. Aufgrund der Leistungssteigerung des Motors wurde auch die Kraftübertragung verstärkt: Die Kraft des V6 wird, wie bereits angedeutet, über ein Sechsgang-Schaltgetriebe an die Vorderräder weitergegeben; hier garantieren spezielle Achswellen, festere Zahnräder und eine verstärkte Kupplung, dass das serienmäßige Schaltgetriebe eine homogene Einheit mit dem Motor bildet.
Der 2.0 T.Spark 16VAls agile Grundmotorisierung kommt im Alfa 166 ein 110 kW (150 PS) starker und 1970 cm3 großer Twin Spark Motor (T.Spark = Doppelzündung) zum Einsatz. Der Vierventilvierzylinder ist ebenso drehfreudig wie sparsam. Sein wichtigstes Komfortmerkmal sind zwei, in entgegengesetzter Richtung zur Kurbelwelle laufende, Ausgleichswellen. Die zusätzlichen Wellen sorgen für eine generelle Verbesserung des Massenausgleichs und eine Verringerung der Vibrationsneigung des Motors. So verwundert es nicht, dass das Triebwerk im Bezug auf Drehverhalten und Geräuschniveau eher an einen Sechs- als Vierzylindermotor erinnert. Der 2.0 T.Spark gibt bei 6.300/min seine Höchstleistung ab. Sein maximales Drehmoment von 181 Newtonmetern wird mit dem Erreichen von 3.800/min frei. Der Vierzylinder beschleunigt den Alfa 166 in 9,8 Sekunden auf 100 km/h; die Höchstgeschwindigkeit beträgt 211 km/h. Durchschnittlich verbraucht die Limousine 9,8 Liter Super bleifrei.
Der 3.0 V6 24V SportronicDie Maschine des Alfa 166 3.0 V6 24V gehört, wie der 3.2 V6 24V, zur Modular-Motorenfamilie. In der 3,0-Liter-Version wird er in Verbindung mit einem Automatikgetriebe (Sportronic) angeboten. Der V6 mit seinen berühmten, verchromten Ansaugkrümmern leistet 162 kW (220 PS) und entwickelt ein maximales Drehmoment von 265 Newtonmetern. Automatisch geschaltet, beschleunigt er den Alfa 166 in 8,6 Sekunden auf 100 km/h; die Höchstgeschwindigkeit beträgt 236 km/h, der Durchschnittsverbrauch 13,0 Liter.
Der 2.4 JTD 10VDer 2.4 JTD 10V arbeitet nach dem Unijet-/Common-Rail-System und entwickelt bei 4.000/min eine Leistung von 110 kW (150 PS). Besonders charakteristisch für die ebenso dynamische wie sparsame Art der Fortbewegung ist der maximale Drehmomentwert: Er liegt bereits ab 2.000/min bei 305 Newtonmetern. In der Praxis stehen diese Zahlen für eine bei Bedarf sehr schaltarme Fahrweise, für eine dennoch zügige Beschleunigung und – nicht zuletzt aufgrund des serienmäßigen Sechsganggetriebes – für eine extrem niedrige Tankrechnung. Im kombinierten Betrieb liegt der Durchschnittsverbrauch des Alfa 166 2.4 JTD 10V bei lediglich 7,2 Litern. Dennoch erreicht die Limousine eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h. |