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15 Sep. 2006

Alfa Romeo auf der Mondial de l'Automobile 2006

Alfa Romeo auf der Mondial de l'Automobile 2006
Alfa Romeo auf der Mondial de l`Automobile 2006

Neuer Alfa 8C Competizione:
Weltpremiere des 450-PS-Sportwagens in der Serienversion

Neue Antriebsregelung „Q2“ im Alfa 147:
Technologie-Novum verbessert Dynamik und Komfort des Fronttrieblers

Alfa Romeo gehört zu den legendärsten Automobilmarken der Welt. Auf dem Pariser Salon, der Mondial de l`Automobile 2006, folgt nun ein neues Kapitel in der einzigartigen Geschichte dieses Unternehmens: die Weltpremiere des Alfa 8C Competizione in seiner Serienversion – ein exklusiver GT-Sportwagen, den Alfa Romeo in einer limitierten Serie auf den Markt bringen wird. Angetrieben von einem 332 kW (450 PS) starken Achtzylinder, katapultiert sich der Alfa 8C Competizione in die Königsklasse der Sportwagen. Fest steht: Dieser Alfa Romeo vereint auf vollendete Weise die markentypischen Wertbegriffe „Technologie“ und „Emotion“ in einem neuen Ausnahmesportwagen.

Doch der Alfa Romeo Sportwagen ist nicht die einzige Weltpremiere der Mailänder Marke in Paris. Hintergrund: Mit „Q2“ debütiert eine Technologie, die den Frontantrieb dynamischer und sicherer denn je werden lässt. „Q2“ bezeichnet ein neues Vorderachssperrdifferential, das vorerst exklusiv in Verbindung mit dem drehmomentstarken (305 Newtonmeter) Alfa 147 JTD M Q2 (110 kW / 150 PS) angeboten wird. Neben dem Alfa 8C Competizione und dem Alfa 147 Q2 ist die gesamte aktuelle Alfa Romeo Range in Paris präsent. Der neue Alfa Spider, der Alfa Brera, der Alfa 159 und der Alfa 159 Sportwagen gehören zu den jüngsten, innovativsten und optisch schärfsten Fahrzeugen ihrer jeweiligen Klassen. Zeitlos präsentiert sich zudem der Alfa 166 in Paris – wohl keine Limousine der Welt ist im Hinblick auf ihr Design so resistent gegen die Zeit wie der große Alfa Romeo.

Die Weltpremiere des Alfa 8C Competizione

Auf der Mondial de l`Automobile präsentiert Alfa Romeo in einer Weltpremiere erstmals die Serienversion des Alfa 8C Competizione. Geplant ist eine streng limitierte Stückzahl. Der GT-Sportwagen wurde 1:1 von jener Studie abgeleitet, die auf der IAA 2003 rund um den Globus für Aufsehen sorgte. Entwickelt wurde der Alfa Romeo in technischer Kooperation mit Maserati.

Der 8C Competizione setzt die legendäre Sportwagenhistorie von Alfa Romeo fort. Die Hommage an die Vergangenheit setzt bereits beim Namen ein: Die Abkürzung „8C“ trugen in den dreißiger und vierziger Jahren alle jene Alfa Romeo Rennwagen und Straßenmodelle, die mit dem leistungsstarken Achtzylinder des Konstrukteurs Vittorio Jano ausgestattet waren. Der Begriff „Competizione“ schlägt die Brücke zum Alfa Romeo 6C 2500 competizione, ein Sportwagen, der 1950 vom Team Fangio-Zanardi bei der Mille Miglia gefahren wurde. „8C Competizione“ ist daher keine fiktive Bezeichnung, sondern ein konkreter Verweis auf die eigene Rennsporthistorie.

Design und Aerodynamik

Das attraktive Design, entwickelt vom Centro Stile Alfa Romeo, macht diesen echten Zweisitzer zu einem Solitär unter den GT-Modellen. Doch das Design ist nicht nur schön, sondern auch funktional perfekt ausbalanciert. Beispiel Aerodynamik: Hier konnte durch aufwendige Feinarbeit ein „Bodeneffekt“ mit negativem CA-Wert (Auftriebsbeiwert) erzielt werden. Folge: ein selbst bei extrem hohen Geschwindigkeiten unbeirrbares Fahrverhalten.

Die Fahrzeugflächen sind prägnant und homogen geformt. Die horizontale Einbuchtung an der vorderen Radführung in Richtung Fahrzeugflanke verleiht dem Fahrzeug ein dynamisches Erscheinungsbild. Die groß dimensionierten Räder und die kraftvollen, hinteren Kotflügel akzentuieren den ganz eigenen starken Charakter dieses Sportwagens, ohne die Eleganz der sinnlichen Linienführungen zu schmälern. Jedes Element wird hier zu einem Design-Highlight: Scheinwerfer, die wie Edelsteine in den Frontstoßfänger integriert sind; hochtechnische und doch klassische LED-Heckleuchten; puristische Türgriffe und eine der bekanntesten Kühlergrillformen der Welt. Das innovative Design gibt einerseits einen Ausblick auf die Stilelemente und Proportionen künftiger Alfa Romeo Modelle, erweckt jedoch gleichzeitig eine große Vergangenheit zu neuem Leben.

4.7 8V: Italienischer Belcanto

Der Motor ist das pulsierende Herz eines jeden Alfa Romeo. In diesem Fall handelt es sich um einen neuen Achtzylinder. Einbauposition: vorn, 90°-V-Stellung. Hubraum: 4.691 cm 3. Charakter: agil, gierig und drehfreudig. Bei sportlicher Fahrweise auf kurvenreichen Landstraßen überzeugt der äußerst vibrationsarme Motor durch kurze Ansprechzeiten. Leistung: 332 kW (450 PS) bei 7.000/min. Drehmoment: ab 4.750/min 470 Newtonmeter. Höchstdrehzahl: 7.500/min.

Das Kurbelgehäuse und die Ölwanne bestehen aus Aluminium und verfügen über fünf Hauptlager, die für eine hohe Struktursteifigkeit und niedrige Reibungsverluste sorgen; die Zylinderköpfe werden ebenfalls aus Aluminium gefertigt. Sämtliche Kanäle (Wasser, Öl, Sekundärluft) wurden direkt in die Motorgussteile gearbeitet, so dass ein System mit einer hohen Steifigkeit, niedrigen Außenabmessungen und einer hohen Montagesicherheit, sprich einer hohen Zuverlässigkeit entstanden ist.

Besondere Aufmerksamkeit galt der Akustik des Ansaug- und Abgastraktes, die ein charakteristisches und unverwechselbares Timbre schaffen sollte. Im Ergebnis dessen ist ein markanter, voller Sound entstanden, der von einem hochdurchlässigen Saugtrakt und einem Abgassystem mit elektronisch angesteuerten Ventilen betont wird.

Kraftübertragung, automatisiertes Getriebe und Sperrdifferential

Mit dem Alfa 8C Competizione greifen die Entwicklungsingenieure ein Konzept auf, das bei Alfa Romeo bis zur Umstellung vom Heck- auf den Frontantrieb ein typisches Technologiemerkmal war: Transaxle-Antrieb. Das Getriebe befindet sich in diesem Fall an der Hinterachse. Folge: eine ideale Gewichtsverteilung und ein damit perfekteres Fahrverhalten. Dazu bei trägt die sehr weit Richtung Fahrzeugmitte verlegte Position des Frontmotors. Das Sechsganggetriebe (Gangauswahl via Schaltwippen am Lenkrad) wurde mit dem Ziel kürzester Schaltzeiten entwickelt. Der Fahrer kann dabei je nach Situation auf die Modi „Manuell-Normal“, „Manuell-Sport“, „Automatik-Normal“, „Automatik-Sport“ und „Ice“ zugreifen. Das elektronisch gesteuerte Differential schließlich gestattet ein hochwirksames Management der Beschleunigungsphasen und der generellen Fahrzeugstabilität.

Radaufhängungen, Räder und Bremsanlage

Traditionsgemäß entstammt diese Technik bei Alfa Romeo direkt dem Rennsport. Die Radaufhängungen des neuen Modells bilden hier keine Ausnahme. Es handelt sich um eine Doppelquerlenkeraufhängung mit Radnabenträgern und Lenkern aus Alu-Schmiedeteilen und einer zusätzlichen Schubstrebe für die Spurkontrolle.

Um auch unter intensivsten Nutzungsbedingungen eine leistungsstarke und wirksame Bremsung zu gewährleisten, ist die Bremsanlage mit gelochten, innenbelüfteten Bremsscheiben und Alu-Bremssätteln ausgestattet. Für den nötigen Grip sorgen derweil 20-Zoll-Reifen. Es handelt sich um Reifen der Dimensionen 245/35 (Vorderachse) und 285/35 (Hinterachse), die auf eigens konzipierte Leichtmetallfelgen mit Lochdesign aufgezogen sind. Die Felgen gestatten eine hocheffiziente Bremsenbelüftung. Für ein hohes Maß an Fahr­spaß und Fahrsicherheit sorgt überdies in allen Fahrsituationen die neueste Version der Stabilitäts- und Traktionskontrolle VDC von Alfa Romeo.

Konstruktion mit hoher Steifigkeit und geringem Gewicht

Eine steife, leichte Fahrzeugstruktur bildet die Grundlage für einen Hochleistungssportwagen. Und das gilt auch für den Alfa 8C Competizione. Das Kompaktchassis besteht aus Stahl, um ein Höchstmaß an Torsionssteifigkeit für eine stets hohe Lenkpräzision und Fahrsicherheit zu erzielen. Die Karosserie wird jedoch aus Carbon gefertigt. Das Interieur zeichnet sich durch die Dominante von Hightechmaterialien aus. Werkstoffe wie Carbon prägen dabei den Charakter des Innenraums. Selbst die Sportsitze sind aus diesem leichten und festen Material gefertigt. Unabhängig davon gilt, dass sich das Interieur des neuen Alfa Romeo Sportwagen durch eine kompromisslos perfekte Ergonomie auszeichnet.

Alfa 147 Q2, Weltpremiere

Mit dem in Paris ausgestellten Alfa 147 gibt das Vorderachs-Sperrdifferential „Q2“ sein Weltdebüt. Entwickelt wurde es für den Frontantrieb, der wegweisend im Bereich der aktiven Sicherheit ist. „Q2“ bereichert den Frontantrieb nun um eine neue Dimension der Fahrdynamik. Das System „Q2“ basiert auf einem Differential mit Schlupfbegrenzung vom Typ des mechanischen Torsen-Differentials. Es hat die Aufgabe, das Antriebsmoment in Abhängigkeit von den Fahrbedingungen und der Fahrbahnbeschaffenheit dynamisch und kontinuierlich auf die vorderen Antriebsräder zu verteilen. In Kombination mit der Doppelquerlenker-Vorderachse des Alfa 147 gestattet das System überdies eine perfekte Fahrwerksauslegung.

Der Frontantrieb ist dem Hinterradantrieb in Sachen Sicherheit überlegen. Allerdings gibt es durch die Tatsache, dass die angetriebene Vorderachse gleichzeitig die Lenkachse ist, auch systembedingte Einschränkungen. Um diesen entgegenzuwirken, hat Alfa Romeo das System „Q2“ entwickelt, das sich alle Vorteile des Frontantriebs zueigen macht, die Spurführung, die Traktion und die Stabilität im Schiebebetrieb steigert und zugleich das untersteuernde Verhalten beim Beschleunigen sowie das Ansprechen der elektronischen Kontrollsysteme und die Lenkradvibrationen eindämmt. Zwei Beispiele aus der Praxis:

Beispiel 1 – Kurven: Beim Durchfahren einer Kurve unter schlechten Haftbedingungen (Nässe, Schnee) oder bei sehr sportlicher Fahrweise entsteht häufig ein Haftverlust des kurveninneren Rades, da das Differential das Antriebsmoment auf das „belastungsärmere“ Rad überträgt und dem kurvenäußeren Rad entzieht. Das allerdings könnte, da auf ihm zusätzlich das Gewicht infolge der Wankneigung lastet, einen höheren Gesamtreibungswiderstand nutzen.

Bei modernen Fahrzeugen mit Sicherheitssystemen wie ASR und VDC (ESP) reduzieren die Fahrassistenzsysteme die Motorleistung über die Drosselklappe: das macht die Leistungsregelung via Gaspedal praktisch unmöglich. Folge: Leistungsverlust und eine weniger exakte Rückmeldung vom Fahrzeug. Hier greift „Q2“: Sobald das kurveninnere Rad an Grip verliert, wird das Antriebsmoment teilweise auf das kurvenäußere Rad übertragen, wodurch ein geringeres untersteuerndes Verhalten, eine größere Stabilität, eine höhere Durchfahrgeschwindigkeit in der Kurve und ein weniger häufiges und spürbares Eingreifen der Fahrzeugkontrollsysteme erzielt wird. Dieser Vorgang begünstigt deutlich das Fahrvergnügen und die vollständige Fahrzeugkontrolle.

Beispiel 2 – unterschiedlich griffige Fahrbahn. Beim Fahren auf wenig griffigem Fahruntergrund geschieht es häufig, dass die Antriebsräder unterschiedliche Haftbedingungen haben. So befindet sich zum Beispiel auf einer Straße nach Schneefall oder starkem Regen ein Rad am Fahrbahnaußenrand in direktem Kontakt mit den Schneeresten, während das andere Rad mit dem bereits gesäuberten oder trockenen Bereich Kontakt hat. Unter diesen Bedingungen kann das Anfahren oder eine starke Beschleunigung das Durchdrehen des schlechter greifenden Rades zur Folge haben, was starke Lenkreaktionen, eine ungleichmäßige Beschleunigung und die ständige Notwendigkeit von Lenk­korrekturen bewirkt, um das Fahrzeug in der Spur zu halten. Auch hier sogt „Q2“ für einen deutlichen Komfort- und Sicherheitsgewinn: Es wirkt den negativen Auswirkungen durch die progressive Antriebsmomentübertragung auf das Rad entgegen, das einen größeren Reibungswiderstand aufweist. Damit wird zum Beispiel das Anfahren auf einer Steigung im Gebirge vereinfacht und das Fahren auf Straßen mit wechselnden Reibwerten sicherer und komfortabler.


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Alfa Romeo Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Frankfurt, im September 2006


Kontak t: Malte Dringenberg, Tel. 069 / 66 9 88 467

 

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