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15 Apr 2004

Fiat mit fünf Teams in der Junioren-Rallye-Weltmeisterschaft

Fiat Punto Abarth Rally knüpft an große Motorsporttradition der Marke an Nachwuchsförderung in Italien mit Rennserie für Fiat Stilo und Fiat Punto

Fiat Punto Abarth Rally knüpft an große Motorsporttradition der Marke an
Nachwuchsförderung in Italien mit Rennserie für Fiat Stilo und Fiat Punto

21 Teams kämpfen um die Junioren-Rallye-Weltmeisterschaft 2004. Fünf davon vertrauen bei den insgesamt sieben WM-Läufen auf den Fiat Punto Abarth Rally. Fiat ist damit eine der am stärksten vertretenen Marken in der internationalen Nachwuchsklasse. Und der Fiat Punto Abarth Rally führt im 21. Jahrhundert die große Rallyetradition der italienischen Marke fort, die in zahlreichen internationalen Titeln – darunter die Fahrerweltmeisterschaft für Walter Röhrl 1980 – begründet ist.

Die Fiat Piloten in der Junioren-WM 2004 heißen Mathieu Biasion (F) – Neffe des zweimaligen Weltmeisters Miki Biasion – , Alessandro Broccoli (RSM), Alan Scorcioni (I), Xavier Pons (E) und Luca Tabaton (I) – Sohn des ehemaligen Europameisters Fabrizio Tabaton. Sie treffen auf harte Konkurrenz der Teams von Opel, Ford, Citroën, Peugeot, Renault, MG Rover und Suzuki. Für alle Fahrer gilt ein Alterslimit von 27 Jahren. Damit hat sich der offiziell Junior World Rally Championship (JWRC) genannte Wettbewerb als ideales Sprungbrett in ein Werkscockpit für die eigentliche Weltmeisterschaft bewährt. Zwei von bisher drei Junioren-Weltmeistern – die JWRC wurde 2001 eingeführt – haben dieses Ziel bereits erreicht.

Der Fiat Punto Abarth Rally wurde vom Werksteam N.Technology unter der Leitung von Sergio Limone – verantwortlich auch für die erfolgreichen Alfa 155 V6 aus der Blütezeit der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft – entwickelt. Der Dreitürer ist nach dem so genannten Super-1600-Reglement vorbereitet, dem alle Fahrzeuge in der Junioren-WM entsprechen müssen. Als Basis dienen Großserienfahrzeuge mit einer Maximallänge von vier Metern und Frontantrieb. Innerhalb dieser Eckpunkte lassen die Technikregeln den Ingenieuren relativ großen Spielraum für kreative Lösungen.

So darf der Hubraum zwar 1,6 Liter nicht überschreiten. Erreicht werden kann diese Grenze allerdings auf unterschiedliche Weise. So hat sich Limone für das 1,8-Liter-Triebwerk des Fiat Punto 1.8 16V Abarth als Basis entschieden. Es verfügt mit vier Ventilen pro Zylinder und hohem Leichtmetallanteil bei den einzelnen Bauteilen bereits serienmäßig über sehr sportliche Gene. Die erforderliche Hubraumreduzierung um rund 200 Kubikzentimeter wird durch eine Kurbelwelle mit geringerem Hub realisiert. Obwohl der Vierzylinder gemäß Reglement über eine einzige Drosselklappe (Durchmesser 60 mm) mit Frischluft versorgt wird, erreicht er eine Spitzendrehzahl von 9.000 Touren und leistet etwa 159 kW (215 PS).

Ein sequenzielles Sechsgang-Getriebe – alle Gänge liegen wie bei einem Motorrad in einer Ebene – und ein Differenzial mit mechanischer Sperrwirkung – elektronische Traktionskontrollsysteme sind verboten – übertragen die Kraft auf die Vorderräder. Alle JWRC-Teams nutzen Einheitsreifen des Herstellers Pirelli, die auf Asphalt als extreme Niederquerschnittsreifen fast ohne Profil in 17-Zoll-Größe und auf Schotter mit grobem Stollenprofil und hoher Flanke in 15-Zoll-Version zur Verfügung stehen. Die riesigen Asphalt-Felgen ermöglichen die Verwendung von größeren Bremsscheiben als das Schotter-Fahrwerk.

Die Karosserie des Fiat Punto Abarth Rally ist durch bauchige Kotflügel-verbreiterungen nahezu auf das maximal zulässige Maß von 1.805 mm in die Breite gegangen. Ein wuchtiger Frontspoiler und ein kleiner Flügel am hinteren Dachabschluss verbessern die Aerodynamik und sorgen für eine stabile Straßenlage auch bei hohem Tempo. Beide Spoiler sowie die Heckschürze sind aus leichtem, glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt – ein Beitrag zur Reduzierung des Leergewichtes des Fiat Punto Abarth Rally auf die vom Reglement erlaubten 1.000 kg.

Die Verwendung von im Motorsport beliebten, aber extrem teuren Werkstoffen wie Kohlefaser, Magnesium oder Titan ist im Super-1600-Reglement entweder direkt verboten oder wird indirekt unmöglich gemacht. Laut Vorschrift muss ein Fahrzeug für die Junioren-Weltmeisterschaft nämlich für maximal 120.000 Euro käuflich zu erwerben sein.

Eingesetzt wird der Fiat Punto Abarth Rally nicht nur in der Junioren-WM. Auch in der Rallye-Europameisterschaft und zahlreichen nationalen Championaten geht der 1,6-Liter-Bolide an den Start. So holte Fiat Werkspilot Paolo Andreucci 2003 in Italien den Meistertitel als Fahrer, Fiat gewann gleichzeitig die Marken-Wertung. Beide Titel sollen 2004 verteidigt werden. Darüber hinaus veranstaltet Fiat in der Italienischen Meisterschaft die Trofeo Fiat Punto Abarth. In diesem markeninternen Wettbewerb erhalten Privatfahrer, die den sportlichsten aller Punto einsetzen, logistische Unterstützung und Preisgeld.

Während die Trofeo Fiat Punto Abarth als Betätigungsfeld für erfahrene Piloten konzipiert ist, richtet sich die Trofeo Fiat Stilo Abarth vor allem an Nachwuchspiloten. Hier kommen seriennahe Fahrzeuge zum Einsatz, die anspruchsvollen Motorsport zu preiswerten Konditionen ermöglichen. 2004 kämpfen in diesem Markenpokal 15 Teams um Preisgeld und Aufstiegschance. Denn die erfolgreichsten Fahrer können in das Fiat Team für die Junioren-WM aufrücken. So gewannen die heutigen JWRC-Piloten Luca Tabaton (2003) und Alan Scorcioni (2002) die Trofeo Fiat Stilo Abarth in der Vergangenheit, Mathieu Biasion belegte 2003 Gesamtrang drei.

 

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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Frankfurt, im April 2004

 

Fiat in der Junioren-Rallye-Weltmeisterschaft 2004 (JWRC)

Teams
 
Luca Tabaton / Gisella Rovegno (I / I) Fiat Punto Abarth Rally
Alessandro Broccoli / Giovanni Agnese (RSM / I) Fiat Punto Abarth Rally
Mathieu Biasion / Philippe Coquard (F / F) Fiat Punto Abarth Rally
Alan Scorcioni / Massimo Daddoveri (I / I) Fiat Punto Abarth Rally
Xavier Pons / Oriol Julia (E / E) Fiat Punto Abarth Rally
 
Termine
 
23. – 25. Januar Rallye Monte Carlo (Monaco/Frankreich)
4. – 6. Juni Akropolis-Rallye (Griechenland)
25. – 27. Juni Rallye Türkei
6. – 8. August Rallye Finnland
17. – 19. Sept. Wales Rallye GB (Großbritannien)
1. – 3. Oktober Rallye Italien – Sardinien
29. – 31. Oktober Rallye Catalunya - Spanien
 

Technische Daten Fiat Punto Abarth Rally 2004

Motor/Kraftübertragung
 
Typ: Vierzylinder-Reihenmotor, quer eingebaut
Hubraum: 1.597 cm3
Bohrung/Hub: 82,5 mm / 74,7 mm

Leistung:

ca. 159 kW (ca. 215 PS) bei 8.250/min.
Drehmoment: max. 190 Nm bei 6.250/min.
Gemischaufb.: Elektronische Einspritzanlage, eine Drosselklappe (Durchmesser 60 mm) gemäß Reglement
Kupplung: Einscheiben-Kupplung aus Keramik-Metall-Verbundstoff
Getriebe: Sportgetriebe mit sechs Vorwärtsgängen, sequenzielle Schaltung, mechanisches Sperrdifferenzial
   
Fahrwerk  
Aufhängung: Einzelradaufhängung ringsum, vorne System McPherson, hinten Verbundlenkerachse, verstellbares Gewindefahrwerk, Stabilisatoren an Vorder- und Hinterachse
Bremsen: Innenbelüftete Scheibenbremsen ringsum; vorne: Durchmesser 355 mm (Asphalt-Fahrwerk) bzw. 300 mm (Schotter-Fahrwerk), Vier-Kolben-Festsattel; hinten: Durchmesser 240 mm, Zwei-Kolben-Festsattel
Felgen: 7 x 17 Zoll (Asphalt) bzw. 6 x 15 Zoll (Schotter)
Reifen: Pirelli Rennreifen für Asphalt und Schotter
Leergewicht: 1.000 kg (Mindestgewicht gemäß Reglement)
 

Die wichtigsten Erfolge von Fiat im Rallyesport

Rallye-Weltmeisterschaft
 
1977 Marken-Titel für den Fiat 131 Abarth
1978 Marken-Titel für den Fiat 131 Abarth
1980 Marken-Titel für den Fiat 131 Abarth
  Fahrer-Titel für Walter Röhrl (Fiat 131 Abarth)
 
Rallye-Europameisterschaft
 
1972 Fahrer-Titel für Raffaele Pinto (Fiat 124 Abarth)
1975 Fahrer-Titel für Maurizio Verini (Fiat 124 Abarth)
1981 Fahrer-Titel Adartico Vudafieri (Fiat 131 Abarth)
 
Italienische Rallyemeisterschaft
 
1970 Fahrer-Titel für Alcide Paganelli (Fiat 124 Spider)
1974 Fahrer-Titel für Maurizio Verini (Fiat 124 Abarth)
1975 Fahrer-Titel für Roberto Cambiaghi (Fiat 124 Abarth)
1980 Fahrer-Titel Adartico Vudafieri (Fiat 131 Abarth)
2003 Marken-Titel für den Fiat Punto Abarth Rally
Fahrer-Titel für Paolo Andreucci (Fiat Punto Abarth Rally)
 

Fiat in der Italienischen Rallye-Meisterschaft 2004

Termine Trofeo Fiat Punto Abarth und Trofeo Fiat Stilo Abarth
 
26. – 28. Februar Rallye Tutta Terra Toscana
18. – 20. März Rallye Ciocco *
1. – 3. April Rallye Mille Miglia
6. – 8. Mai Rallye Costa Smeralda *
27. – 29. Mai Rallye San Marino
17. – 19. Juni Rallye Salento
8. – 10. Juli Rallye San Martino di Castrozza
26. – 28. August Rallye Alpi Orientali
9. – 11. September Rallye Adriatico
7. – 9. Oktober Rallye San Remo
18. – 20. Nov. Rallye Targa Florio *
 
* kein Lauf zur Trofeo Fiat Stilo Abarth
 

Trofeo Fiat Punto Abarth

 
Fahrzeug: Fiat Punto Abarth Rally
Teams: 7
 

Trofeo Fiat Stilo Abarth

 
Fahrzeug: Fiat Stilo Abarth Rally
Teams: 15
 

Technische Daten Fiat Stilo Abarth Rally

Motor/Kraftübertragung
 
Typ: Vierzylinder-Reihenmotor, quer eingebaut
Hubraum: 1.747 cm3
Bohrung/Hub: 82,5 mm / 82,7 mm
Leistung: ca. 116 kW (ca. 157 PS) bei 6.800/min.
Drehmoment: max. 179 Nm bei 4.800/min.
Gemischaufb.: Elektronische Einspritzanlage
Kupplung: Einscheiben-Kupplung
Getriebe: Sportgetriebe mit fünf Vorwärtsgängen, mechanisches Sperrdifferenzial
   
Fahrwerk  
Aufhängung: Einzelradaufhängung ringsum, vorne System McPherson, hinten Verbundlenkerachse, Stabilisatoren an Vorder- und Hinterachse, verstellbare Stoßdämpfer vorne und hinten
Bremsen: Scheibenbremsen ringsum, Durchmesser vorne/hinten 284 mm/251 mm, hydraulische Handbremse
Felgen: 7 x 17 Zoll (Asphalt) bzw. 6 x 15 Zoll (Schotter)
Reifen: Rennreifen für Asphalt und Schotter
   
Leergewicht: 1.140 kg