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16 Dez 2008

Abarth auf Rundstrecke und Rallyepiste aktiv

Abarth auf Rundstrecke und Rallyepiste aktiv

Abarth auf Rundstrecke und Rallyepiste aktiv

Gleich in mehreren Disziplinen zeigt die Marke Abarth im Motorsport Flagge. Während die Rallyeversion des Abarth Grande Punto bereits mehrere Titel gewonnen hat (z. B. Intercontinental Rallye Challenge, Italienische Meisterschaft), steht die Wettbewerbspremiere des Abarth 500 unmittelbar bevor – im Londoner Wembleystadion. Am 14. Dezember treten dort beim „Race of Champions“ auf einer eigens angelegten Piste die besten Rennfahrer aus unterschiedlichsten Disziplinen in Zweier-Duellen gegeneinander an. Am Start sind neben dem siebenmaligen Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher und F1-Sensation Sebastian Vettel auch Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb und der frühere DTM-Champion Mattias Ekström. Eins der offiziellen Wettbewerbsfahrzeuge für dieses ungewöhnlichen Vergleich ist der 147 kW (200 PS) starke Abarth 500 Assetto Corse.

Der Abarth 500 Assetto Corse tritt damit in die Fußstapfen der von Firmengründer Carlo Abarth entwickelten Rennversionen des Fiat 500, die vor mehr als vier Jahrzehnten ein wesentliches Element des Mythos rund um den sympathischen Kleinwagen bildeten. Die Rennversion des Abarth 500 zitiert den 695 Abarth Assetto Corse, der ab 1964 auf den Rennstrecken der Welt von Erfolg zu Erfolg fuhr. Wie die klassische Typenbezeichnung Assetto Corse (auf Deutsch etwa „in Rennsport-Abstimmung“) bereits andeutet, ist das Spitzenmodell der performancegesteigerten Versionen des Fiat 500 in einer limitierten Auflage ausschließlich für den Einsatz auf der Rennstrecke entwickelt. In der Saison 2009 bilden zwei neue Rennserien sein Jagdrevier, eine auf Italien beschränkte Abarth 500 Trofeo und eine internationale Variante dieses Markenpokals. Zu einem Wertungslauf gastieren die spektakulären Renner auch in der Motorsport-Arena im deutschen Oschersleben (Termine siehe Anhang).

Der in Kooperation zwischen dem Centro Stile der Fiat Automobiles Group und den Ingenieuren von Abarth konstruierte Abarth 500 Assetto Corse ist technisch und optisch vollkommen eigenständig. Die Karosserie wird ausschließlich in Pastellgrau lackiert. Die für die Marke typischen roten Streifen mit Abarth Schriftzug sowie das Motiv einer stilisierten Zielflagge auf dem Dach garantieren einen unverwechselbaren Auftritt. Auch der Abarth Schriftzug auf dem zentralen Lufteinlass unter der Stoßstange, das charakteristische Markenlogo und das legendäre Skorpion-Symbol – das Sternzeichen von Carlo Abarth – auf einer Verkleidung in der Motorhaube kennzeichnen den Abarth 500 Assetto Corse unzweifelhaft als Mitglied der sportlichen Turiner Fahrzeugfamilie.

Die im Windkanal entwickelte Aerodynamik des ultrakompakten Sportwagens ist mit tief herunter gezogenem Frontspoiler, einem kleinen Flügel an der hinteren Dachkante und speziellen Außenspiegeln auf Rennsportbedürfnisse angepasst. Die Karosserie kann über das im eingebauten Zustand verstellbare Fahrwerk individuell tiefer gelegt und so auf unterschiedliche Streckencharakteristiken angepasst werden. Rennreifen in 205er Breite, aufgezogen auf geschmiedete Leichtmetallfelgen im Format 7 x 17 Zoll, sorgen für optimale Straßenlage.

Die Leistung des 1.4-Liter-Turbomotors wurde im Vergleich zum Serienmodell Fiat 500 um beinahe 100 Prozent, im Vergleich zum bereits sehr sportlichen Abarth 500 um rund 50 Prozent gesteigert. Der Vierzylinder leistet nun 147 kW (200 PS) bei 6.500 Touren, das maximale Drehmoment beträgt 300 Nm bei 3.000/min. Um den Temperaturhaushalt des mit einem Sechsgang-Sportgetriebe gekoppelten Motors auch im harten Renneinsatz stets im grünen Bereich zu halten, wurden die Lufteinlässe in der Fahrzeugfront vergrößert. Außerdem weist die Motorhaube zwei zusätzliche Luftaustrittsöffnungen auf, die mit Schutzgittern aus Kohlefaser verkleidet sind. Charakteristisch für den Abarth 500 Assetto Corse ist auch die zweiflutige Sportauspuffanlage.

Die Bremsen des Abarth 500 Assetto Corse wurden der gesteigerten Leistung angepasst. Die vom Rennsportspezialisten Brembo gefertigte Anlage verzögert an der Vorderachse mit Vierkolben-Sätteln, die auf gelochte und innenbelüftete Scheiben (Durchmesser 305 mm) wirken. An der Hinterachse kommen Scheiben mit 240 mm Durchmesser zum Einsatz.

Das von der Serienausstattung und jeglichen Dämmmaterials befreite Cockpit des Abarth 500 Assetto Corse ist mit allen im Motorsport geforderten Sicherheitskomponenten ausgestattet. Eine eingeschweißte Sicherheitszelle aus Stahl schützt den Piloten ebenso wie Sechspunkt-Gurt und Schalensitz, der im Sinne erhöhten Unfallschutzes geringfügig in Richtung Fahrzeugmitte versetzt montiert ist. Trotz dieser zusätzlich installierten Elemente wiegt der Abarth 500 Assetto Corse rund 180 Kilogramm weniger als das Serienpendant – ganz in der Tradition des 695 Abarth Assetto Corse von 1964.

Um eine optimale Betreuung der Motorsportkunden zu gewährleisten, ist der Abarth 500 Assetto Corse ausschließlich über die Turiner Zentrale des offiziellen Fiat Veredlers zu beziehen. Gleiches gilt für die Rallyeversion des Abarth Grande Punto, die nach dem so genannten Super-2000-Reglement konstruiert wurde.

Der Abarth Grande Punto Super 2000 basiert auf dem Serienmodell Fiat Punto, ist allerdings technisch für den Einsatz im Rallyesport beträchtlich weiter entwickelt. Angetrieben wird er von einem Zweiliter-Saugmotor, der rund 200 kW (270 PS) leistet. Der Allradantrieb ist eine aus Gründen der Kostendämpfung für alle Fahrzeuge der Super-2000-Kategorie vorgeschriebene Einheitskomponente. Die Karosserie ist mit bauchigen Kotflügelverbreiterungen auf das zulässige Maß von 1.800 Millimeter verbreitert. 18-Zoll-Räder (bei Asphalt-Rallyes), Kohlefaser-Verkleidungen im Cockpit sowie große Spoiler an Front und Heck weisen den Abarth Grande Punto Super 2000 als reinrassiges Rallyeauto aus.

Eingesetzt werden können Super-2000-Fahrzeuge z. B. in der Produktionswagen-Kategorie der Weltmeisterschaft, in der Intercontinental Rally Challenge (IRC, Termine siehe Anhang) und in zahlreichen nationalen Meisterschaften. In dieser Szene entwickelte sich der Abarth Grande Punto Super 2000 zum Bestseller. Rund 50 Fahrzeuge hat die Sportabteilung bereits an Kunden weltweit verkauft – für ein rund 170.000 Euro teures Rallyefahrzeug ein Spitzenergebnis.

 
Technische Daten Abarth 500 Assetto Corse
 
Motor

T-JET Vierzylinder mit Turbolader
vier Ventile pro Zylinder

Hubraum 1.368 cm3
Höchstleistung 147 kW/200 PS bei 6.500/min
Max. Drehmoment 300 Nm bei 3.000/min
Kraftübertragung Frontantrieb, Sechsgang-Schaltgetriebe
Radaufhängung

vorne Federbeine (System McPherson),
hinten Verbundlenker-Achse, ringsum Federn und Stoßdämpfer in Rennabstimmung, Fahrwerk in der Höhe einstellbar

Lenkung Elektrische Servolenkung
Bremsen

Brembo-Bremsanlage mit Vierkolben-Zangen an der Vorderachse, vorne innen belüftete Scheiben mit 305 mm Durchmesser, Scheiben-Durchmesser hinten 240 mm, Renn-Bremsbeläge

Räder

Geschmiedete Aluminium-Felgen, Größe 7 x 17 Zoll, Rennreifen im Format 205/50 ZR 17

Sicherheit

Karosserie mit eingeschweißter Stahl-Sicherheitszelle, Sechspunkt-Gurt, Schalensitz in geringfügig zur Fahrzeugmitte versetzter Position

Gewicht 930 kg
Preis 32.800 Euro (plus Mehrwertsteuer)
 
Technische Daten Abarth Grande Punto Super 2000
 
Motor

Vierzylinder-Reihenmotor, quer eingebaut

Hubraum 1.998 cm3
Leistung ca. 200 kW (ca. 270 PS) bei 8.300 U/min
Getriebe

Sequenziell geschaltetes Sportgetriebe mit sechs Vorwärtsgängen, Allradantrieb, drei Sperrdifferenziale

Kupplung Einscheiben-Trockenkupplung
Radaufhängung

Einzelradaufhängung ringsum, vorne System
McPherson, hinten Verbundlenkerachse, verstellbares Gewindefahrwerk, Stabilisatoren an Vorder- und Hinterachse

Bremsen Innenbelüftete Scheibenbremsen ringsum
Felgen

8 x 18 Zoll (Asphalt-Reifen), 6,5 x 15 Zoll (Schotter-Reifen), 5,5 x 15 Zoll (Spike-Reifen für Eis und Schnee)

Maße

Länge 4.030 mm / Höhe 1.490 mm (einstellbar)
1.800 mm (Maximalmaß laut Reglement)
Radstand 2.510 mm

Leergewicht

Mindestgewicht gemäß Reglement 1.100 kg (für Asphalt-Rallyes) bzw. 1.150 kg (für Schotter-Rallyes)

Preis 168.000 Euro (plus Mehrwertsteuer)
 
Termine Internationale Trofeo Abarth 500, Saison 2009
 
31. Mai Valencia (Spanien)
21. Juni Brno (Tschechien)
5. Juli Porto (Portugal)
19. Juli Brands Hatch (Großbritannien)
6. September Oschersleben (Deutschland)
20. September Imola (Italien)
 
Termine Intercontinental Rally Challenge 2009 *
 
21. – 24. Januar Rallye Monte Carlo
5. – 7. März Rallye Curitiba (Brasilien)
3. – 4. April Safari-Rallye (Kenia)
7. – 9. Mai Azoren-Rallye (Portugal)
18. – 20. Juni Rallye Ypern
9. – 11. Juli Rallye Russland
7. – 9. August Rallye Madeira (Portugal)
28. – 30. August Rallye Zlin (Tschechien)
10. – 12. September Rallye Asturien (Spanien)
24. – 26. September Rallye San Remo (Italien)
22. – 24. Oktober Rallye Japan
19. – 21. November Rallye Schottland
 
* einige Termine noch vorläufig