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02 Mai 2011

CRITERIUM JURASSIEN - Michaël Burri und Joël Rappaz auf Wolke sieben

Bei der Eröffnungsetappe der Citroën Racing Trophy Suisse, dem Critérium Jurassien, gaben sich die Favoriten keine Blösse. Michaël Burri und sein Beifahrer Stéphane Rey setzten sich in der Kategorie DS3 R3 durch, während bei den C2 R2 Joël Rappaz und Gaël Delasoie ihren Rivalen keinen Angriffspunkt boten.

Überraschend war jedoch die Art und Weise, wie Burri jr. sich der möglichen Bedrohung durch den Tessiner Antonio Galli, den Sieger der Trophy von 2010, die damals ausschliesslich den C2 R2 vorbehalten war, entledigte. Niemand hätte damit gerechnet, dass der Abstand zwischen den beiden Männern nahezu zweieinhalb Minuten betragen könnte. Dennoch kam es dazu. Galli, nicht dafür bekannt, nach Ausreden zu suchen, gestand sehr ehrlich ein, Schwierigkeiten zu haben, das gesamte Potenzial seines DS3 R3 auszuschöpfen. Dies ist teilweise darin begründet, dass er noch in der Eingewöhnungsphase ist, während Burri seit dem Saisonauftakt beim Rallye Monte Carlo bereits viele Kilometer abgespult hat. „Ich kenne noch nicht alle Feinheiten“, erklärte er. „Der Motor mit Turbokompressor zwingt mich, einige alte Reflexe zu ändern. Dies gelingt mir nicht immer. Überdies unterschätze ich, was die Strassenlage angeht, noch zu häufig das Potenzial meines DS3.“

Richtig ist aber auch, dass der Abstand geringer wäre, wenn Michaël Burri, fest dazu entschlossen, seinen Bereich abzustecken, nicht ein einfach grandioses Rennen gefahren wäre. Dieser Mann ist unbestreitbar dabei, sich einen Vornamen zu machen! Nach einem intelligenten Rennauftakt am Freitagabend, als die Strecke nass war, fuhr Michaël Burri am nächsten Tag buchstäblich wie entfesselt, bisweilen auf Kosten grenzwertiger Bremsmanöver. „Ich glaube nicht, dass ich es damit übertrieben habe, aber es war mir wichtig, konzentriert zu bleiben", analysiert er, „und das geht am besten, wenn man sich nicht aus seinem Rhythmus bringen lässt.“ Wichtig war ihm auch und vielleicht vor allem, die Messlatte für seinen Vater, den Champion, der in einem Mitsubishi Evo X Group N unterwegs war, ganz hoch zu legen. Jedenfalls hat man sich innerhalb der Familie nichts geschenkt. Nach acht der zwölf Sonderprüfungen lagen der DS3 und der Evo X nur 1,6 Sekunden auseinander, bevor eine Reifenpanne des Mitsubishi den Zweikampf ein Ende setzte. Olivier, der Vater, wollte wohl das Nervenkostüm seines Sohnes auf die Probe stellen, der dies nicht anders gemacht hätte.

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