28 Sep 2026

ADAC Opel GSE Rally Cup: Kampf um Tabellenführung spitzt sich zu

Griff nach der Gesamtführung: Timo Schulz gewinnt die ADAC Rallye Stemweder Berg Wechsel im Cup-Zwischenklassement: Ioan Lloyd löst Tom Dufour als Tabellenführer ab Starke Vorstellungen des Spaniers Alex Español und des Italieners Valentino Ledda

  • Griff nach der Gesamtführung: Timo Schulz gewinnt die ADAC Rallye Stemweder Berg
  • Wechsel im Cup-Zwischenklassement: Ioan Lloyd löst Tom Dufour als Tabellenführer ab
  • Starke Vorstellungen des Spaniers Alex Español und des Italieners Valentino Ledda

 

Rüsselsheim.  Timo Schulz hat die ADAC Rallye Stemweder Berg dominiert: Der Saarländer und seine Beifahrerin Maresa Lade hielten in ihrem Opel Mokka GSE Rally die elektrische Konkurrenz in Schach und feierten beim vierten Lauf zum ADAC Opel GSE Rally Cup 2026 am Wochenende bereits ihren dritten Saisonsieg. Nach 14 Wertungsprüfungen über 141,8 Kilometer – dank „Remote Charging“ bestritten die bis zu 207 kW (281 PS) starken Stromer wiederum die komplette Distanz der Rallye – lagen Schulz/Lade 1:18 Minuten vor den Zweitplatzierten und setzten dabei nicht weniger als zehn Mal die Bestzeit.

Trotz des Ausfalls bei der Rallye Vosges Grand-Est schob sich der 27-jährige Siersburger, der auch als Führender ins Finale der Junior-Rallye-Europameisterschaft (JERC) Ende Oktober in Portugal geht, mit nur noch sieben Zählern Rückstand auf den zweiten Rang nach vorne. „Es lief wirklich wie am Schnürchen“, freute sich Schulz. „Wir konnten uns früh absetzen und den Vorsprung in der Folge managen. Hier sind es, anders als in der JERC, nicht sieben Punkte Vorsprung, sondern sieben Punkte Rückstand in der Tabelle – aber dafür sind im Cup noch drei Läufe zu fahren. Es geht super eng zu, und alles ist offen.“

Neuer Spitzenreiter im weltweit ersten elektrischen Rallye-Markenpokal ist Ioan Lloyd, der als Drittplatzierter zum vierten Mal in dieser Saison aufs Podest fuhr. „Der Tag heute war eine echte Achterbahnfahrt“, fasste Lloyd danach zusammen. „Wir haben gut begonnen und lagen auf Platz zwei hinter Timo und Maresa, die wieder unglaublich stark unterwegs waren. Dann kamen Dreher und Hinterachsschaden, die uns auf Platz fünf zurückgeworfen haben. Dass es dann noch zum Podium gereicht hat und wir die Punkte für Platz zwei in der Powerstage mitnehmen konnten, freut mich sehr. Der Kampf gegen Timo und Tom ist unglaublich eng – genau das macht den ADAC Opel GSE Rally Cup aus.“

Erheblich härter als Lloyd traf es Tom Dufour. Der als Tabellenführer nach Nordrhein-Westfalen gereiste Franzose riss sich, auf Rang 2 liegend, bei einem Ausritt in der vierten Wertungsprüfung das linke Vorderrad ab, worauf die Prüfung neutralisiert werden musste. Zwar konnten Dufour und sein Beifahrer Alex Dubois am Samstag wieder starten, aber aufgrund der zehnminütigen Zeitstrafe für die nicht absolvierte Prüfung nicht mehr in den Kampf um die Spitzenpositionen eingreifen. In der Tabelle rutschte Dufour auf Rang drei ab, hat in den verbleibenden drei Saisonläufen aber noch alle Chancen. Die ersten drei trennen nach vier von sieben Saisonläufen gerade einmal zehn Punkte.

Ihre stärkste Saisonleistung lieferten derweil Alex Español und Valentino Ledda ab. Der letztjährige Cup-Vizechampion aus Spanien fuhr nach durchwachsenem Saisonverlauf gemeinsam mit Beifahrer Enrique Velasco als Zweiter aufs Treppchen. Auch der in diesem Jahr oft vom Pech verfolgte Ledda zeigte seinen Speed eindrucksvoll auf. Mit seinem neuen Beifahrer Lorenzo Fratta fuhr der Italiener bis kurz vor Schluss auf Podestkurs, passierte vor WP13 allerdings eine Zeitkontrolle zu spät. Die zehn Strafsekunden und ein Patzer in der letzten Prüfung warfen ihn noch hinter die Schweden Dante Johansson/Tom Törngren auf den fünften Schlussrang zurück.

Eine feine Vorstellungen zeigten wiederum die beiden Frauen im Feld. Insbesondere Claire Schönborn legte am Samstag nochmals entscheidend zu und beendete jene Rallye, bei der sie erst vor zwei Jahren mit Opel ihre Rallye-Karriere begonnen hatte, auf dem sechsten Schlussrang. Dabei glänzte die 27-Jährige unter anderem mit der zweitschnellsten Zeit in WP12. Die Belgierin Thyrsa Eertmans folgte unmittelbar hinter der Hunsrückerin auf Platz sieben.

Der fünfte Lauf zum ADAC Opel GSE Rally Cup geht vom 16. bis 18. Oktober im Rahmen der legendären Rallye Sanremo in Italien über die Bühne.

Stand ADAC Opel GSE Rally Cup (nach 4 von 7 Wertungsläufen)

1. Lloyd                           111 Punkte.

2. Schulz                         104.

3. Dufour                        101.

4. Johansson                  70.

5. Schönborn                 62.

6. Español                      55.

7. Eertmans                   44.

8. Kamermans               35.

9. Wlömer                      20.

10. Ledda                       16.

11. Wilhelm                    16.

12. Stütz                         14.

13. Luif                            13.

   

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