Abonnieren Sie unseren Newsletter
Abonnieren Sie unseren Newsletter von Stellantis Communications und bleiben Sie über alle Neuheiten auf dem Laufenden
04 Mai 2012
Fiat Konzern / Ergebnisse des ersten Quartals 2012
Der Fiat Konzern* schloss das erste Quartal 2012 mit einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 866 Millionen Euro
Der Fiat Konzern* schloss das erste Quartal 2012 mit einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 866 Millionen Euro - dies spiegelt den bedeutenden Beitrag von Chrysler wider.
Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 20,2 Milliarden Euro, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 895 Millionen Euro, der Nettogewinn betrug 379 Millionen Euro. Die betriebliche Nettoverschuldung lag bei 5,8 Milliarden Euro und die Liquidität erhöhte sich auf 21,4 Milliarden Euro.
■ Die Umsatzerlöse und die Rentabilität spiegeln die im Allgemeinen positiven Marktbedingungen in allen Regionen wider, mit Ausnahme der EMEA-Region, wo die Nachfrage weiter gesunken ist.
■ Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 866 Millionen Euro verbesserte sich trotz der üblicherweise saisonbedingten Marktschwäche im Vergleich zum vierten Quartal 2011 um 101 Millionen Euro. Dieses Ergebnis ist der hervorragenden Entwicklung von Chrysler zu verdanken, wodurch sowohl die niedrigeren Verkaufszahlen von Fiat in Europa, die teilweise auf die Streiks im Straßentransport zurückzuführen sind, als auch die höheren Kosten für den Launch des neuen Grand Siena und der Chrysler-Modelle in Brasilien ausgeglichen werden konnten.
■ Die Zahl der Auslieferungen bei den Massenmarken belief sich weltweit auf mehr als eine Million Einheiten.
■ Die Region Nordamerika erreichte ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 670 Millionen Euro, entsprechend 77 Prozent des Gesamtergebnisses, Lateinamerika verzeichnete 235 Millionen Euro (27 Prozent) und der Raum Asien-Pazifik erzielte 77 Millionen Euro (9 Prozent), während die Region Europa, Naher Osten und Afrika einen Verlust von insgesamt 207 Millionen Euro verzeichnete. Die Luxus- und Sportmarken und die Sparte Zulieferteile und Anlagenbau trugen zum Ergebnis mit 71 Millionen Euro bzw. 36 Millionen Euro bei.
■ Die betriebliche Nettoverschuldung lag aufgrund höherer Investitionen bei 5,8 Milliarden Euro (Ende 2011: 5,5 Milliarden). Der von Chrysler erzeugte Cashflow konnte den Verbrauch durch den Rest des Konzerns, vor allem aufgrund des Rückgangs der Verkaufszahlen in Europa, zum großen Teil ausgleichen.
■ Die Liquidität erhöhte sich auf 21,4 Milliarden Euro und enthält 1,2 Milliarden Euro für die im Berichtsquartal ausgegebenen Obligationenanleihen sowie 2,9 Milliarden Euro nicht in Anspruch genommener Kreditlinien.
■ Der Konzern stellte den neuen Dodge Dart (NAFTA), den neuen Fiat 500L (EMEA), den Grand Siena (LATAM) und den Fiat Viaggio (APAC) vor.
■ Da das Erreichen des Tiefpunkts im europäischen Markt noch nicht abzusehen ist, bestätigt der Konzern die Ziele für das laufende Geschäftsjahr
Die Umsatzerlöse des Konzerns lagen im ersten Quartal 2012 bei 20,2 Milliarden Euro. Die Umsatzerlöse von Fiat ohne Chrysler lagen bei 8,7 Milliarden Euro und damit um 5,7 Prozent niedriger als im ersten Quartal 2011, vor allem aufgrund der Umsatzrückgänge in Europa, wo die Marktbedingungen weiterhin sowohl für Pkw als auch für Transporter ungünstig sind. Insbesondere in Italien litten Produktion und Auslieferungen von Fiat zudem unter den anhaltenden Streiks im Straßentransportgewerbe. Die Luxus- und Sportmarken steigerten ihre Umsätze um 11,5 Prozent auf 0,7 Milliarden Euro und die Umsätze der Sparte Zulieferteile und Anlagenbau lagen bei 2 Milliarden Euro.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag im ersten Quartal 2012 bei 866 Millionen Euro. Ohne Berücksichtigung von Chrysler lag das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von Fiat im Vergleich zu dem Gewinn von 251 Millionen Euro im ersten Quartal 2011 etwa auf Vorjahresniveau. Der Rückgang spiegelt vor allem die niedrigeren Verkaufszahlen in Europa, den höheren Preisdruck in Lateinamerika und die Kosten im Zusammenhang mit der Einführung des neuen Grand Siena und der Modelle von Chrysler wider, die von den betrieblichen Einsparungen, von weiteren Synergieeffekten innerhalb des Konzerns und den Maßnahmen zur Kostendämpfung nur teilweise ausgeglichen werden konnten. Bei den Luxus- und Sportmarken stieg das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 14,5 Prozent auf 71 Millionen Euro und bei der Sparte Zulieferteile und Anlagenbau lag es auf Vorjahresniveau.
Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT, definiert als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit plus außergewöhnliche Posten und Ergebnis aus Beteiligungen) lag bei 895 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von Fiat ohne Chrysler belief sich auf 12 Millionen Euro. Bei den Massenmarken stieg der EBIT in Nordamerika (NAFTA) (auf Pro-forma-Basis) dank der starken Umsatzsteigerung um mehr als 80 Prozent auf 681 Millionen Euro, der EBIT im Raum Asien-Pazifik (APAC) stieg um 143 Prozent auf 85 Millionen Euro, was einem Anstieg der Verkaufszahlen als auch der Margen zu verdanken war. Diese Verbesserungen konnten die größeren Verluste in der Region Europa, Naher Osten und Afrika mehr als ausgleichen, die sich von -66 Millionen Euro (auf Pro-forma-Basis) auf -170 Millionen Euro verschlechterten, hauptsächlich sowohl aufgrund der anhaltenden Marktschwäche durch die Streiks im Straßentransportgewerbe in Italien, als auch durch den Rückgang des EBIT in Lateinamerika von 306 Millionen Euro (auf Pro-forma-Basis) auf 235 Millionen Euro wegen des höheren Preisdrucks, bedingt durch den Verkauf der Bestände von anderen Fahrzeugimporteuren vor der Erhöhung der indirekten Steuer auf Industrieprodukte (IPI), und die Kosten im Zusammenhang mit der Einführung des neuen Grand Siena und der Modelle von Chrysler.
Die finanziellen Nettoaufwendungen lagen bei 375 Millionen Euro. Die finanziellen Nettoaufwendungen von Fiat ohne Chrysler beliefen sich auf 166 Millionen Euro. Abzüglich des Ergebnisses aufgrund der Bewertung zweier Equity Swaps nach Marktwert in Verbindung mit Aktienoptionen von Fiat (38 Millionen Euro im ersten Quartal 2012 und 23 Millionen Euro im ersten Quartal 2011), stiegen die finanziellen Nettoaufwendungen von Fiat ohne Chrysler um 43 Millionen Euro im Vergleich zum ersten Quartal 2011 (von 161 Millionen Euro auf 204 Millionen Euro); dies entspricht dem höheren Schuldenstand.
Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 520 Millionen Euro. Ohne Berücksichtigung von Chrysler lag das Ergebnis vor Steuern von Fiat bei -154 Millionen Euro, eine Verschlechterung von 307 Millionen Euro im Vergleich zum ersten Quartal 2011, die durch einen Rückgang des EBIT um 279 Millionen Euro und einen Anstieg der finanziellen Nettoaufwendungen um 28 Millionen Euro bedingt ist.
Die Ertragssteuern lagen bei 141 Millionen Euro. Ohne Berücksichtigung von Chrysler beliefen sich die Ertragssteuern von Fiat auf 119 Millionen Euro. Sie beziehen sich hauptsächlich auf die zu versteuernden Ergebnisse der im Ausland tätigen Konzerngesellschaften sowie auf die in Italien anfallenden Steuern (IRAP).
Der Nettogewinn lag im ersten Quartal 2012 bei 379 Millionen Euro. Ohne Berücksichtigung von Chrysler ergäbe sich ein Verlust von 273 Millionen Euro.
Die betriebliche Nettoverschuldung lag zum 31. März 2012 bei 5,8 Milliarden Euro. Die betriebliche Nettoverschuldung von Fiat ohne Chrysler lag bei 3,8 Milliarden Euro. Die Zunahme um 1,4 Milliarden Euro im Vergleich zum Jahresende 2011 (2,4 Milliarden Euro) ist durch die Auswirkung der Marktsituation in Europa auf das betriebsnotwendige Kapital und höhere Investitionen bedingt. Die Investitionen beliefen sich im Berichtsquartal auf 1,6 Milliarden Euro, davon entfielen 0,6 Milliarden Euro auf Fiat ohne Chrysler.
Die Liquidität, die noch nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 2,9 Milliarden Euro einschließt, verbesserte sich auf 21,4 Milliarden Euro (Ende 2011: 20,7 Milliarden Euro), davon entfallen 12 Milliarden Euro auf Fiat ohne Chrysler und 9,4 Milliarden Euro auf Chrysler. Im Berichtsquartal wurden Obligationenanleihen in Höhe von 1,2 Milliarden Euro ausgegeben, die mehr als 80 Prozent des Betrags der im Jahr 2012 fälligen Obligationenanleihen darstellen und sich auf Fiat ohne Chrysler beziehen.
Neue Informationen bezüglich der Tätigkeitsbereiche
Nach der Übernahme der Mehrheit an Chrysler und entsprechend dem Ziel, die Aktivitäten von Fiat und Chrysler zu integrieren, hat Fiat, wie bereits bekanntgegeben, mit Wirkung ab 1. September 2011 umfangreiche Veränderungen in der Organisationsstruktur vorgenommen. Die neue Struktur der Sparte Massenmarkenautos basiert auf vier regionalen operativen Bereichen (die „Regionen"), die sich mit der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von Personenwagen und Transportern sowie der entsprechenden Ersatzteile und Kundendienstleistungen in speziellen geografischen Regionen befassen: NAFTA (Vereinigte Staaten, Kanada und Mexiko), LATAM (Mittel- und Südamerika ohne Mexiko), APAC (Asien und Pazifikstaaten) und EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika). Außerdem beruht die Konzernstruktur auf zwei weiteren operativen Segmenten, wobei sich das erste mit Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Luxus- und Sportwagen (Ferrari und Maserati) und das zweite mit Produktion und Vertrieb von Zulieferteilen und Anlagenbau für die Automobilindustrie beschäftigt (Magneti Marelli, Teksid und Comau).
Beide Segmente sind weltweit tätig.
Nach der neuen Organisation spiegeln sich in den Regionen und Operativen Segmente diejenigen Elemente des Konzerns wider, die regelmäßig vom Vorstandsvorsitzenden gemeinsam mit dem Group Executive Council (GEC) analysiert werden, um strategische Entscheidungen zu treffen, Ressourcen zu verteilen und die Performance zu beurteilen. Dieses oberste Entscheidungsgremium wurde am 1. September 2011 gegründet und besteht aus Führungskräften von Fiat und Chrysler.
Ausgehend von der neuen Struktur werden mit Beginn des ersten Quartals 2012 die Automobil-Aktivitäten, die sich auf die Massenmarken beziehen, welche zuvor in den Geschäftsbereichen Fiat Group Automobiles, Fiat Powertrain und Chrysler dargestellt wurden, den vier oben aufgeführten Regionen zugeordnet. Die operativen Segmente der Luxus- und Sportmarken sowie das Segment Zulieferteile und Anlagenbau werden jetzt in zwei homogenen Gruppierungen, beruhend auf ihren Ähnlichkeiten und der jeweiligen Größe, aufgeführt. Die Kennzahlen in Bezug auf das erste Quartal 2011, die bisher zum Vergleich dargestellt wurden, wurden dementsprechend neu errechnet. Weiterhin wurden, um zusätzliche Informationen über die operative Performance der vier Regionen bezüglich der Aktivitäten der Massenmarken anzugeben, die Kennzahlen des ersten Quartals 2011 auch auf Pro-forma-Basis dargestellt und sie enthalten die Ergebnisse der Tätigkeiten von Chrysler, als ob Chrysler bereits ab 1. Januar 2011 konsolidiert gewesen wäre.
Insgesamt wurden im Berichtsquartal 260.000 Einheiten (Pkw und Transporter) in der EMEA-Region ausgeliefert1, ein Rückgang von rund 60.000 Einheiten (-18,7 Prozent) im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum (pro-forma). In der Pkw-Sparte wurden insgesamt 212.000 Fahrzeuge ausgeliefert, was einem Rückgang von 18,8 Prozent gegenüber den ersten drei Monaten 2011 entspricht, während im Berichtsquartal 48.100 Transporter ausgeliefert wurden, ein Rückgang von 19 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. In beiden Sparten war der Rückgang fast ausschließlich auf die Entwicklung der Verkaufszahlen in Italien zurückzuführen.
In Europa (EU 27 und EFTA-Staaten) verzeichnete der Automobilmarkt im Berichtsquartal einen erheblichen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (-7,3 Prozent bei 3,4 Millionen an Endkunden verkaufte Fahrzeuge), auch wenn die Ergebnisse in den wichtigen Ländern sehr unterschiedlich waren. Die rückläufige Tendenz ist vor allem auf die Entwicklung des französischen Marktes zurückzuführen (-21,6 Prozent), der im ersten Quartal 2011 noch von den auslaufenden staatlichen Fördermaßnahmen profitierte, und auf die Situation in Italien (-21,0 Prozent), wo die Verkaufszahlen auf den niedrigsten Wert seit März 1980 fielen. In Italien kamen zu den Auswirkungen der Rezession und den erhöhten Kraftstoffpreisen (wodurch jedoch das Segment der mit alternativen Kraftstoffen betriebenen Fahrzeuge profitierte) die Auswirkungen der Streiks im Straßentransportgewerbe hinzu, die bis Ende März dauerten. In Deutschland und in Großbritannien blieb die Nachfrage weitgehend stabil, während sie in Spanien leicht nachgab (-1,9 Prozent). In den übrigen Ländern Europas sank die Nachfrage um 3,3 Prozent, wobei erhebliche Rückgänge in den Niederlanden (-7,5 Prozent) und in Belgien (-12,7 Prozent) hingenommen werden mussten. Die schwache Konjunktur führte zu einem massiven Absturz der Nachfrage in Ländern wie Portugal (-48,4 Prozent) und Griechenland (-32,0 Prozent).
Im ersten Quartal 2012 belief sich der Marktanteil der Marken Fiat und Chrysler in Europa auf 6,3 Prozent, ein Rückgang von einem Prozentpunkt im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum, jedoch auf dem Niveau des vierten Quartals 2011. Der Rückgang ist zur Hälfte bedingt durch den ungünstigen Marktmix, wobei der Markt in Italien um rund 2 Prozentpunkte nachgab. Die Auswirkungen der Streiks im Straßentransportgewerbe werden auf etwa 12.000 Einheiten geschätzt, dies entspricht rund 0,3 Prozentpunkten des Marktanteils. In Italien sank der Marktanteil im 1,4 Prozentpunkte und belief sich auf 27,9 Prozent, auch wenn im Segment der mit alternativen Kraftstoffen betriebenen Modelle (Methan und GPL) starke Zuwächse zu verzeichnen waren. Hier konnte Fiat seine führende Rolle stärken. In den wichtigen Märkten stieg der Marktanteil in Großbritannien (3,1 Prozent), während er in Deutschland (2,9 Prozent) und in Spanien (3,4 Prozent) stabil blieb und in Frankreich rückläufig war (3,5 Prozent), wo jedoch immerhin ein leichter Anstieg im Vergleich zum letzten Quartal 2011 zu verzeichnen war.
Im Berichtsquartal lag die Entwicklung der Fahrzeugauslieferungen in Deutschland, Großbritannien und Spanien im Wesentlichen auf Vorjahresniveau. Die allgemein schwache Nachfrageentwicklung und der konjunkturelle Abschwung durch die Streiks im Straßentransportgewerbe im März führten zu erheblichen Einbußen bei den Verkaufszahlen in Italien (-34.000 Einheiten, entsprechend 24,3 Prozent) und in Frankreich (-7.300 Einheiten, entsprechend 33,7 Prozent), wobei die Streiks zu Einbußen von rund 17.500 Einheiten in ganz Europa führten.
Der Markt für Transporter war im ersten Quartal 2012 bei 417.000 verkauften Einheiten um 9,1 Prozent rückläufig. Auch im Transporter-Segment schlägt die besonders ungünstige Nachfragesituation in Italien mit einem Rückgang von 36,4 Prozent zu Buche.
Der Marktanteil2 von Fiat Professional belief sich auf 11,2 Prozent: der Rückgang des Marktanteils betrug 1,5 Prozentpunkte im Vergleich zum ersten Quartal 2011 und war größtenteils (-1,2 Prozentpunkte) durch den ungünstigen Marktmix bedingt. Ohne Berücksichtigung von Italien lag der Marktanteil im übrigen Europa bei 8,7 Prozent, ein Anstieg um 0,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. In Italien lag der Marktanteil bei 42,3 Prozent im Vergleich zu 46,9 Prozent im ersten Quartal 2011, in dem sich umfangreiche Verträge über Flotten positiv bemerkbar gemacht hatten.
In Europa lieferte der Konzern im ersten Quartal 2012 insgesamt 45.400 Transporter aus, dies ist ein Rückgang um 20,1 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dieser Rückgang ist vollständig auf die Einbußen bei den Verkaufszahlen in Italien zurückzuführen (-10.000 Einheiten bzw. 43,9 Prozent, davon 2.500 Einheiten aufgrund der Streiks im Straßentransportgewerbe), die nur teilweise von den Zuwächsen in Deutschland (+6,1 Prozent) und in Großbritannien (+9,2 Prozent) ausgeglichen werden konnte. Im Berichtsquartal hob sich der Fiat Ducato, der zu den meistverkauften Modellen in seinem Segment gehört, mit 26.000 verkauften Einheiten und einem stabilen Marktanteil von 17,8 Prozent hervor.
Die EMEA-Region schloss das erste Quartal 2012 mit Umsatzerlösen in Höhe von rund 4,508 Milliarden Euro, dies sind 13,1 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (auf Pro-forma-Basis). Der Rückgang der Verkaufszahlen wurde nur teilweise durch den Erfolg der erneuerten Palette von Jeep und des Fiat Freemont ausgeglichen.
Im ersten Quartal 2012 belief sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf -207 Millionen Euro gegenüber einem Verlust von 106 Millionen Euro im ersten Quartal 2011 (auf Pro-forma-Basis). Der Rückgang der Verkaufszahlen wurde nur teilweise durch betriebliche Einsparungen, weiteren Synergieeffekten innerhalb des Konzerns in den Bereichen Beschaffung und World Class Manufacturing und den Maßnahmen zur Kostendämpfung ausgeglichen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei -170 Millionen Euro (im ersten Quartal 2011: -66 Millionen Euro, auf Pro-forma-Basis), zu dem das Ergebnis aus Beteiligungen mit 36 Millionen Euro beitrug (auf dem gleichen Niveau wie im ersten Quartal 2011).
Im Berichtsquartal stellte Fiat den Punto Modelljahr 2012 vor, der jetzt auch mit den Motoren TwinAir Turbo und MultiJet II angeboten wird. Außerdem wurden die Version des Fiat Freemont mit Allradantrieb und der neue Fiat Strada auf dem Markt eingeführt.
Im März präsentierte Fiat beim Internationalen Automobilsalon in Genf den neuen Fiat 500L, der - nach den Versionen Abarth und Cabrio - die Palette des Fiat 500 ergänzt. Das Modell wird in Europa im dritten Quartal 2012 eingeführt und ist mit den Benzin- und Dieselmotoren der modernsten Technologie von Fiat ausgerüstet.
Als Würdigung des Engagements von FGA für umweltfreundliche Fahrzeuge wurde Fiat im März von JATO (dem weltweit führenden Unternehmen für Beratung und Forschung in der Automobilbranche) im fünften Jahr in Folge als Marke mit dem niedrigsten durchschnittlichen CO2-Ausstoß in Europa ausgezeichnet, der bei den im Jahr 2011 in Europa verkauften Fahrzeugen bei 118,2 g/km CO2 lag. Die Marke Fiat steht mit einem CO2-Ausstoß von 123,3 g/km und einer Verbesserung von 2,6 g/km im Vergleich zum Vorjahr auf dem ersten Platz.
Aussichten für das laufende Jahr
Fiat bestätigt das Engagement, die strategische Ausrichtung weiter zu verfolgen, die in den Fünfjahresplänen, die im November 2009 für Chrysler und im April 2010 für Fiat vorgestellt wurden.
Nach einer Überprüfung der Wirtschaftslage und der Marktsituation in den vier Regionen wurden die zu erwartenden Ergebnisse für Nordamerika, Lateinamerika und Asien-Pazifik bestätigt.
Die Ereignisse in den letzten 12 Monaten und insbesondere im zweiten Halbjahr 2011 ließen hinsichtlich der Annahmen in Bezug auf die Verkaufszahlen, auf denen der Markt insgesamt und die Entwicklungspläne des Konzerns in Europa bis zum Jahr 2014 beruhen, Zweifel aufkommen. Durch die Ungewissheit bezüglich der wirtschaftlichen Aktivitäten in der Eurozone in der nächsten Zukunft sind die speziellen Vorhersagen der Finanzergebnisse nicht mehr zuverlässig. Daher gibt der Konzern in Bezug auf die Ziele für das Geschäftsjahr 2012 nur Richtwerte innerhalb gewisser Spannen an, die das Anhalten der aktuellen schwachen Konjunktur bis zu einer allmählichen Stabilisierung und Erholung gegen Ende 2012 widerspiegeln.
Der Fiat-Konzern nennt für das Jahr 2012 die folgenden Ziele:
■ Umsatzerlöse von mehr als 77 Milliarden Euro;
■ Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zwischen 3,8 und 4,5 Milliarden Euro;
■ Nettogewinn zwischen 1,2 und 1,5 Milliarden Euro;
■ Betriebliche Nettoverschuldung zwischen 5,5 und 6,0 Milliarden Euro.
Je nach Entwicklung der Situation in den kommenden zwei Quartalen wird der Konzern in der Lage sein, die Auswirkungen der wirtschaftlichen Situation in der Eurozone auf die eigenen Pläne bis zum Jahr 2014 anlässlich der Bekanntgabe der Ergebnisse des dritten Quartals 2012 zu beziffern.
Neben den Tätigkeiten zum Erreichen dieser Ziele verfolgt der Fiat-Konzern weiterhin die Strategie zielgerichteter Allianzen, um den Kapitaleinsatz zu optimieren und Risiken zu minimieren.
|
John Elkann |
Sergio Marchionne |
|
Präsident |
Vorstandsvorsitzender |
1 Auslieferungen: neue Pkw und Transporter, die an Fremdkunden verkauft wurden (Händler, Importeure, und andere Kunden wie Autoverleiher, Unternehmensflotten, Regierungsbehörden und Verwaltung.
2 Da in Bezug auf den Markt Italien ab Januar 2011 keine Daten vorliegen, wurden die aufgeführten Daten für Italien abgeleitet. Es besteht die Möglichkeit einer Fehlerspanne für die Kennzahlen bezüglich Europa insgesamt.
*Anmerkung: die Begriffe "Fiat", "Fiat-Konzern" oder nur "Konzern" beziehen sich auf den Konzern, der aus Fiat S.p.A. und den direkten und indirekten Tochtergesellschaften, darunter auch ab dem 1. Juni 2011 die Chrysler Group LLC mit ihren jeweiligen Tochtergesellschaften, besteht. Fiat und Chrysler werden ihre finanziellen Angelegenheiten, einschließlich Kapitalbeschaffung auf dem Finanzmarkt und Liquiditätsmanagement, weiterhin eigenständig verwalten. Außerdem hat Fiat keinerlei Garantie, Sicherheiten oder ähnliche Verpflichtung in Bezug auf etwaige finanzielle Verpflichtungen von Chrysler übernommen und hat auch in Zukunft keine Verpflichtung, Chrysler zu finanzieren.
*********
Der für die Erstellung der Buchhaltungsunterlagen der Gesellschaft verantwortliche Leiter Richard Palmer erklärt gemäß Absatz 2, Artikel 154bis der Bestimmungen über das Finanzwesen, dass die in dieser Mitteilung enthaltenen Buchhaltungsinformationen den Unterlagen, den Geschäftsbüchern und den Buchungsunterlagen entsprechen.
Diese Pressemitteilung, und insbesondere der Abschnitt „Aussichten für das laufende Jahr" enthält vorausschauende Erklärungen („forward-looking statements"). Diese Erklärungen beruhen auf aktuellen Erwartungen und Vorhersagen des Konzerns bezüglich zukünftiger Ereignisse, die aufgrund ihrer Natur Risiken und Ungewissheiten unterliegen. Es handelt sich um Erklärungen, die sich auf Ereignisse beziehen und von Umständen abhängen, die in der Zukunft geschehen oder eintreten können oder auch nicht, und daher sollte man sich nicht auf sie verlassen. Die tatsächlichen Ergebnisse können aufgrund einer Vielzahl von Faktoren erheblich von denjenigen in den Erklärungen abweichen, wie unter anderem die Volatilität und Verschlechterung der Kapital- und Finanzmärkte, einschließlich weiterer Verschlechterung der Staatsschuldenkrise in Europa, sowie Veränderungen der Rohstoffpreise, Veränderungen der makroökonomischen Bedingungen und im Wirtschaftswachstum und andere Veränderungen der Bedingungen für die Geschäftstätigkeit, Unwetter, Überschwemmungen, Erdbeben oder andere Naturkatastrophen, Änderungen der Gesetzgebung und der Verwaltung (sowohl in Italien wie im Ausland), und Produktionsschwierigkeiten, einschließlich Kapazitäts- und Beschaffungsproblemen und weiteren Risiken und unvorhersehbaren Faktoren, die größtenteils außerhalb des Einflussbereichs des Konzerns liegen.
Der Vorstand ist heute am Sitz der Chrysler Group LLC in Auburn Hills, Michigan, zusammengetreten.
Am 26. April um 18.00 Uhr werden die Ergebnisse des ersten Quartals 2012 von der Geschäftsführung den Analysten und den institutionellen Anlegern in einer Konferenzschaltung bekannt gegeben, die direkt zugänglich ist und später als Aufzeichnung im Internet unter www.fiatspa.com abrufbar ist.