07 Jun 2013

Quadrifoglio Verde - seit 90 Jahren das Symbol für Top-Performance bei Alfa Romeo

Der legendäre Glücksbringer - das grüne, vierblättrige Kleeblatt, genannt Quadrifoglio Verde - der die leistungsstärksten und sportlichsten Modelle von Alfa Romeo auszeichnet, feiert heuer seinen 90. Geburtstag.

 

  • Quadrifoglio Verde - das grüne Kleeblatt: Seit 1923 das Zeichen für Sportlichkeit
  • Alfa Romeo Giulietta und MiTo führen die große Tradition des Quadrifoglio Verde fort
  • Alfa Romeo MiTo QV SBK Limited Edition ist offizielles Safety Car bei Superbike-Weltmeisterschaft

 

Der legendäre Glücksbringer - das grüne, vierblättrige Kleeblatt,  genannt Quadrifoglio Verde - der die leistungsstärksten und sportlichsten Modelle von Alfa Romeo auszeichnet, feiert heuer seinen 90. Geburtstag. Das legendäre Signet war nicht nur Rennfahrzeugen vorbehalten, sondern zeichnete in der Folge auch ganz besondere Serienfahrzeuge aus. Um den Ursprung des Quadrifoglio Verde ranken sich zahlreiche Mythen.

Das erste Auto, auf dem das heute untrennbar mit den Rennerfolgen von Alfa Romeo verbundene Quadrifoglio Verde prangte, war ein Tipo RL, mit dem Ugo Sivocci die Targa Florio 1923, das prestigeträchtige Straßenrennen auf Sizilien, gewann.

Für Serienfahrzeuge wurde das vierblättrige Kleeblatt zum ersten Mal in den 1960er Jahren verwendet. Heute macht das Quadrifoglio Verde die Topversionen von Alfa Romeo Giulietta und Alfa Romeo MiTo nicht nur für den Kenner unverwechselbar. Neuestes Modell in dieser Reihe ist der Alfa Romeo MiTo QV SBK Limited Edition, der von einem 125 kW (170 PS) starken 1.4-Liter-Turbobenziner angetrieben wird.

Symbol für höchste Leistung auf Rennstrecken und Straßen

Seit 1923 ist das Quadrifoglio Verde ein Kennzeichen für erfolgreiche Rennfahrzeuge von Alfa Romeo. In diesem Jahr gewann Ugo Sivocci die Targa Florio. Auf der 432 Kilometer langen Strecke, bestehend aus vier Runden mit jeweils 108 Kilometer, erreichte der Tipo RL eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 59,04 km/h. Angesichts von weitgehend unbefestigten Straßen in den Bergen Siziliens und der Fahrzeugtechnik der 1920er Jahre eine herausragende Leistung. Sivoccis Erfolg war der erste von schließlich insgesamt zehn Siegen des Mailänder Werksteams bei dem extrem anspruchsvollen Langstreckenrennen.

In Erinnerung an diesen historischen Sieg - bis dahin der bedeutendste für Alfa Romeo - beschlossen Ugo Sivoccis Teamkollegen Enzo Ferrari, Antonio Ascari und Giulio Ramponi, das vierblättrige Kleeblatt fortan immer als Glücksbringer auf ihren Rennautos zu verwenden. So hob sich das Quadrifoglio Verde deutlich von der dunkelroten Karosseriefarbe des Alfa Romeo P2 ab, mit dem Gastone Brilli-Peri 1925 die erste jemals ausgetragene Automobil-Weltmeisterschaft gewann. Ende der 1920er Jahre diente das vierblättrige Kleeblatt dazu, die vom Alfa Romeo Werksteam eingesetzten Rennfahrzeuge von jenen der Scuderia Ferrari mit dem sich aufbäumenden Pferd im Wappen zu unterscheiden.

1950 gewann Giuseppe „Nino" Farina im Alfa Romeo Tipo 158 - besser bekannt als Alfetta - im Zeichen des Quadrifoglio Verde den ersten jemals ausgefahrenen Titel der Formel 1. 1951 war Teamkollege Juan Manuel Fangio im Nachfolger Tipo 159 an der Reihe. Ab Anfang der 1960er Jahre stand das vierblättrige Kleeblatt meist Seite an Seite mit dem markanten dreieckigen Logo von AUTODELTA, der Rennabteilung von Alfa Romeo. Die Giulia TI Super markierte den Anfang, es folgten legendäre Renner wie das bei Tourenwagenrennen nahezu unschlagbare Leichtmetall-Coupé Giulia Sprint GTA und die Zwölfzylinder-Sportprototypen, mit denen Alfa Romeo in den Jahren 1975 (Tipo 33 TT 12) und 1977 (Tipo 33 SC 12) die Markenwertung der Langstreckenweltmeisterschaft gewann. Neben der Rückkehr in die Formel 1 war Alfa Romeo in den 1980ern wiederum im Tourenwagensport sehr erfolgreich. Mehrere Titel in der Europameisterschaft mit dem GTV 6 gingen über in den Gewinn der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) mit dem 155 V6 TI (1993), um schließlich durch erneute Meistertitel in der Tourenwagen-Europameisterschaft mit dem Alfa Romeo 156 Superturismo (1998 bis 2004) ergänzt zu werden, der ebenfalls das Quadrifoglio Verde trug.

Parallel dazu zierte das vierblättrige Kleeblatt regelmäßig auch die Topversionen ausgewählter Baureihen, darunter das Coupé Giulia Sprint GT Veloce - ausnahmsweise in Gold und nicht in Grün - und den Alfasud Sprint. Später wurde es sogar Bestandteil des offiziellen Modellnamens, so beim Alfasud ti Quadrifoglio Verde, dem Sprint Quadrifoglio Verde, dem 33 Quadrifoglio Verde, dem 75 Quadrifoglio Verde, dem Spider 2.0 Quadrifoglio Verde, dem 164 Quadrifoglio Verde und dem 145 Quadrifoglio Verde.              

Renaissance des Quadrifoglio Verde bei Giulietta und MiTo

Auch die sportlichsten Varianten der aktuellen Baureihen Alfa Romeo Giulietta und Alfa Romeo MiTo tragen das Kürzel QV im Namen. In bester Tradition verbinden sie perfekte Fahrdynamik mit effektivem Umweltschutz und hoher Alltagstauglichkeit.

Der Alfa Romeo Giulietta 1750 TBi QV wird von einem Turbobenziner angetrieben, der 173 kW (235 PS) leistet und ein maximales Drehmoment von 340 Newtonmeter zur Verfügung stellt. Dank modernster Technologien wie Benzin-Direkteinspritzung und variabler Ventilsteuerung auf Einlass- und Auslassseite mit teilweiser Überlappung der Öffnungsphasen (Scavenging) ist der Vierzylinder-Motor nicht nur eines der effektivsten Triebwerke seiner Klasse (spezifisches Drehmoment 195 Nm pro Liter Hubraum). Er überzeugt außerdem durch niedrige Verbrauchswerte und direktes Ansprechverhalten ohne das so genannte Turboloch.

Auch der 1.4-Liter-Turbobenziner des Alfa Romeo MiTo 1.4 TB QV steht mit einer spezifischen Motorleistung von 124 PS pro Liter Hubraum an der Spitze in seinem Segment. Mit 125 kW (170 PS) Leistung weist er darüber hinaus ein ausgezeichnetes Leistungsgewicht auf - jedes PS muss lediglich 6,7 Kilogramm bewegen.

Limitierte Auflage - Alfa Romeo MiTo QV SBK Limited Edition

Alfa Romeo ist seit 2007 Titelsponsor der Superbike-WM. Die sportlichen Fahrleistungen der QV-Versionen von Alfa Romeo Giulietta und Alfa Romeo MiTo werden auch in der Motorrad-Weltmeisterschaft geschätzt - in der Superbike-Kategorie werden beide Modelle seit Jahren als Safety Cars eingesetzt.

In der Saison 2013 wird die Rolle des Safety Car vom Alfa Romeo MiTo QV SBK Limited Edition übernommen. Die auf 200 Exemplare limitierte Sonderserie setzt sich unter anderen durch eine zweifarbig lackierte Karosserie, 18-Zoll-Leichtmetallräder im Titan-Design, einer Brembo-Bremsanlage mit rot lackierten Bremssätteln und die als Diffusor ausgeformte „Supersport"-Heckschürze in Szene. Dank der 170 PS beschleunigt der Alfa Romeo MiTo QV SBK Limited Edition in rund sieben Sekunden von Null auf Tempo 100 km/h.